Warum wird meine Schriftart in LibreOffice Writer beim Export als PDF ersetzt?
- Schriftarten-Einbettung und PDF-Standards
- Schriftart-Substitution durch fehlende Glyphen oder Zeichenbereiche
- Einstellungen im PDF-Exportdialog
- System- und Dokumentenschriftenkonflikte
- Schritte zur Fehlerbehebung
- Zusammenfassung
Schriftarten-Einbettung und PDF-Standards
Wenn Sie ein Dokument in LibreOffice Writer als PDF exportieren, entscheidet die Software, ob die verwendeten Schriftarten in die PDF-Datei eingebettet werden. Eingebettete Schriftarten sorgen dafür, dass das Dokument auf jedem Rechner genauso aussieht wie auf Ihrem, ohne die Schrift installieren zu müssen. Manche Schriftarten sind jedoch durch Lizenzbedingungen per Hersteller so geschützt, dass deren Einbettung eingeschränkt oder verboten ist. LibreOffice respektiert diese Lizenzinformationen und ersetzt oder verweigert das Einbetten, wenn die Font-Datei das verhindert.
Schriftart-Substitution durch fehlende Glyphen oder Zeichenbereiche
Selbst wenn eine Schrift eingebettet werden darf, kann LibreOffice beim Export Zeichen durch eine andere Schrift ersetzen, wenn die verwendete Schrift bestimmte Glyphen oder Sprachzeichen nicht enthält. Beispielsweise fehlen in einer reinen Latein-Schrift Umlaute, kyrillische oder asiatische Zeichen; LibreOffice wählt dann automatisch eine Ersatzschrift, die die fehlenden Zeichen liefert.
Einstellungen im PDF-Exportdialog
Im PDF-Exportdialog von LibreOffice gibt es Optionen, die das Verhalten steuern: „Schriftarten einbetten“, „Subsetting“ (nur verwendete Zeichen einbetten) und Einstellungen zur Konvertierung von Text in Kurven (Vektoren). Ist „Schriftarten einbetten“ deaktiviert, werden keine Fonts eingefügt und der PDF-Viewer muss Ersatzschriften verwenden, was zu anderen Schriftbildern führt. Selbst mit aktiviertem Einbetten kann Subsetting dazu führen, dass nur Teile der Schrift enthalten sind, was in manchen Umgebungen zu Ersatz führen kann, wenn weitere Zeichen benötigt werden.
System- und Dokumentenschriftenkonflikte
Wenn eine Schrift im Dokument referenziert wird, aber auf Ihrem System mehrere gleichnamige oder ähnliche Versionen existieren (z. B. Regular vs. TrueType/Type1 oder unterschiedliche Stile mit identischen PostScript-Namen), kann LibreOffice beim Export die „falsche“ Variante wählen oder eine Ersatzschrift einsetzen. Auch Probleme mit beschädigten Fonts oder veralteten Font-Caches führen gelegentlich zur Substitution.
Schritte zur Fehlerbehebung
Prüfen Sie zunächst in LibreOffice unter Extras → Optionen → LibreOffice → Ansicht/Allgemein die PDF-Einstellungen und aktivieren Sie „Schriftarten einbetten“. Überprüfen Sie die Lizenzen der verwendeten Schriftarten; manche System- oder kommerzielle Fonts erlauben keine Einbettung. Testen Sie das Einbetten, indem Sie in den PDF-Export-Einstellungen zusätzlich das Subsetting deaktivieren oder „Text in Kurven umwandeln“ wählen (letzteres macht den Text nicht editierbar, sichert aber das Aussehen). Ersetzen Sie problematische Schriften durch freie oder eindeutig einbettbare Alternativen und löschen oder bauen Sie ggf. den Font-Cache Ihres Betriebssystems neu.
Zusammenfassung
Die Ersetzung Ihrer Schrift beim PDF-Export hat meist technische oder lizenzrechtliche Gründe: fehlende Einbettung, unvollständige Glyphenabdeckung, Subsetting, doppelte/defekte Fonts oder fehlerhafte Export-Einstellungen. Durch Prüfung der Exportoptionen, Auswahl einbettbarer Schriften oder Umwandlung von Text in Kurven lässt sich das gewünschte Aussehen in der Regel zuverlässig erhalten.
