Warum dauert die erste Spiegelung mit Carbon Copy Cloner so lange?
- Grundlegendes zur Ersten Spiegelung mit Carbon Copy Cloner
- Umfang der Daten und Übertragungsrate
- Tiefgehende Dateisystem-Prüfungen und Prüfmechanismen
- Dateien mit unterschiedlichen Größen und Fragmentierung
- Nachfolgende Spiegelungen sind schneller
- Fazit
Grundlegendes zur Ersten Spiegelung mit Carbon Copy Cloner
Die erste Spiegelung, auch als Initial Clone bezeichnet, dauert bei Carbon Copy Cloner (CCC) in der Regel deutlich länger als nachfolgende Sicherungen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass beim ersten Klon der gesamte Inhalt der Quellfestplatte vollständig auf das Zielmedium kopiert werden muss. Dabei spielt die Menge der Daten eine entscheidende Rolle, aber auch die Art und Weise, wie CCC die Daten transferiert und überprüft, trägt zur Gesamtzeit bei.
Umfang der Daten und Übertragungsrate
Bei der ersten Spiegelung müssen alle Dateien, Ordner, Systemdateien und versteckten Elemente von der Quellfestplatte gelesen und auf das Ziellaufwerk geschrieben werden. Je nachdem, wie viele Daten vorhanden sind – also wie viele Gigabyte oder Terabyte – steigert sich die erforderliche Zeit erheblich. Zusätzlich beeinflussen die Übertragungsraten der Schnittstellen (z.B. USB, Thunderbolt, interne SATA-Verbindung) sowohl das Lesen von der Quelle als auch das Schreiben auf das Ziel die Geschwindigkeit. Langsamere Festplatten oder externe Laufwerke mit begrenzter Bandbreite können die Dauer weiter verlängern.
Tiefgehende Dateisystem-Prüfungen und Prüfmechanismen
Carbon Copy Cloner legt großen Wert auf die Verlässlichkeit des Klonvorgangs. Deshalb durchläuft die Software während des initialen Kopierens verschiedene Integritätsprüfungen. Sie vergleicht beispielsweise Dateiattribute, Zugriffsrechte und Dateisystem-Metadaten, um sicherzustellen, dass die Kopie später auch bootfähig ist und alle Funktionen erhält. Manche Funktionen, wie das Prüfen von Hardlinks oder symbolischen Links, beanspruchen zusätzliche Zeit, weil sie komplexe Dateisystemstrukturen erfassen müssen.
Dateien mit unterschiedlichen Größen und Fragmentierung
Dateien haben unterschiedliche Größen und Speicherorten auf der Quellplatte. Bei fragmentierten Dateien oder vielen kleinen Einzeldateien benötigt das Laufwerk mehr Zeit zum Suchen und Lesen der Datenblöcke. Auch die Schreibgeschwindigkeit auf dem Zielmedium kann durch die Fragmentierung beeinflusst werden, da das Laufwerk vermehrte Positionswechsel ausführen muss. Dies bremst das Klonen weiter ab.
Nachfolgende Spiegelungen sind schneller
Im Gegensatz zur ersten Spiegelung werden beim nächsten Backup-Vorgang nur noch die geänderten oder neu hinzugefügten Dateien kopiert. Carbon Copy Cloner setzt dann inkrementelle Sicherungen um, die deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen. Durch diesen Ansatz wird die anfängliche lange Dauer relativiert und spätere Sicherungen laufen wesentlich reibungsloser und schneller ab.
Fazit
Die erste Spiegelung mit Carbon Copy Cloner dauert deshalb so lange, weil sie einen vollständigen und gründlichen Klon des Quellmediums mit allen Dateien und Metadaten herstellt. Die Datenmenge, Übertragungsarten, Dateisystemprüfungen und physikalische Eigenschaften der Datenträger summieren sich zu einer längeren Bearbeitungszeit. Diese Investition zahlt sich jedoch aus, da sie die Grundlage für zuverlässige und effiziente zukünftige Backups bildet.
