Kann man Coursera-Kurse von der Steuer absetzen?
- Grundlagen der steuerlichen Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten
- Wann sind Coursera-Kurse steuerlich absetzbar?
- Unterschied zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben
- Was sollte man bei der Absetzung beachten?
- Fazit
Immer mehr Menschen nutzen Online-Plattformen wie Coursera, um sich beruflich weiterzubilden oder neue Fähigkeiten zu erwerben. Dabei stellt sich häufig die Frage, ob die Kosten für solche Online-Kurse steuerlich absetzbar sind. Im Folgenden wird ausführlich erklärt, unter welchen Voraussetzungen die Ausgaben für Coursera-Kurse von der Steuer abgesetzt werden können.
Grundlagen der steuerlichen Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten
Ausgaben für Weiterbildung können grundsätzlich als Werbungskosten oder Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. Dabei ist entscheidend, ob die Weiterbildung in unmittelbarem Zusammenhang mit dem aktuellen oder zukünftigen Beruf steht. Beruflich veranlasste Maßnahmen zur Fortbildung oder Umschulung werden meist steuerlich anerkannt, weil sie der Sicherung und Verbesserung der eigenen beruflichen Qualifikation dienen.
Wann sind Coursera-Kurse steuerlich absetzbar?
Coursera-Kurse, die fachlich zum aktuellen Beruf passen oder eine berufliche Weiterqualifikation darstellen, können meistens als Werbungskosten geltend gemacht werden. Die Kosten hierfür umfassen beispielsweise Kursgebühren, Prüfungsgebühren und gegebenenfalls weitere notwendige Ausgaben wie Fachliteratur. Wichtig ist, dass ein klarer beruflicher Bezug besteht und die Weiterbildung nicht überwiegend privat motiviert ist. In solchen Fällen erkennt das Finanzamt die Kosten als abzugsfähig an.
Unterschied zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben
Werbungskosten entstehen, wenn die Weiterbildung in direktem Zusammenhang mit dem Beruf steht. Hierzu zählt zum Beispiel ein berufsbegleitender Kurs zur Verbesserung vorhandener Fähigkeiten. Ist die Weiterbildung hingegen allgemeiner Natur oder dient der Erstqualifikation, werden die Kosten eher als Sonderausgaben betrachtet, die meist nur bis zu einem Höchstbetrag absetzbar sind. In anderen Fällen ist eine steuerliche Anerkennung schwierig oder ausgeschlossen.
Was sollte man bei der Absetzung beachten?
Für die steuerliche Anerkennung ist es ratsam, alle Belege und Nachweise sorgfältig aufzubewahren. Dazu zählen Rechnungen von Coursera, Zahlungsnachweise und ggf. eine Bestätigung über die absolvierte Weiterbildung. Zudem kann es sinnvoll sein, eine schriftliche Begründung beizufügen, in der der Zusammenhang zwischen Kursinhalt und beruflicher Tätigkeit erklärt wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Beratung durch einen Steuerberater oder das zuständige Finanzamt, um die individuellen Voraussetzungen zu klären.
Fazit
Coursera-Kurse können unter bestimmten Bedingungen von der Steuer abgesetzt werden, sofern sie der beruflichen Weiterbildung dienen und die Kosten nachweisbar sind. Eine klare berufliche Veranlassung ist hierbei entscheidend. Wer seine beruflichen Kenntnisse durch Online-Kurse erweitert, sollte daher die entstandenen Aufwendungen als Werbungskosten angeben und entsprechende Belege bereithalten, um steuerliche Vorteile zu nutzen.
