Gibt es eine Möglichkeit, WinDirStat per Kommandozeile zu bedienen?

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  1. Direkte Kommandozeilen-Unterstützung in WinDirStat
  2. Mögliche Kommandozeilenoptionen
  3. Alternative Ansätze für automatisierte Laufwerksanalysen
  4. Fazit

WinDirStat ist ein beliebtes grafisches Werkzeug zur Analyse der Festplattenbelegung unter Windows. Es bietet eine anschauliche Darstellung der verwendeten Speicherplätze in Form von Baumdiagrammen und sogenannten Treemaps. Das Programm richtet sich primär an Nutzer, die eine visuelle Übersicht ihrer Daten erhalten möchten. Daher ist der klassische Einsatz von WinDirStat hauptsächlich über die grafische Benutzeroberfläche (GUI) vorgesehen.

Direkte Kommandozeilen-Unterstützung in WinDirStat

WinDirStat selbst verfügt über einige Kommandozeilenparameter, die es erlauben, direkt einen Scan automatisch zu starten und das Ergebnis anschließend manuell oder automatisch zu betrachten. Allerdings sind diese Parameter relativ eingeschränkt und ermöglichen keine vollautomatisierte Steuerung oder Ausgabe der Analyseergebnisse über die Kommandozeile.

Beispielsweise kann man mit dem Aufruf windirstat.exe C:\Pfad\zum\Scan einen Scan eines bestimmten Verzeichnisses starten. Dabei öffnet sich aber weiterhin das Fenster von WinDirStat und zeigt die grafische Analyse an. Es gibt keine offiziellen Parameter, um ohne GUI zu scannen oder die Ergebnisse komplett zu exportieren.

Mögliche Kommandozeilenoptionen

Einige im Programm integrierte Optionen erlauben einen Scan mit Direktstart, z.B.:

Im Allgemeinen jedoch gibt es keine Parameter, die beispielsweise eine Ergebnisausgabe als Datei steuern oder die Anwendung vollständig im Batchbetrieb ohne GUI betreiben.

Alternative Ansätze für automatisierte Laufwerksanalysen

Damit automatisierte oder skriptbasierte Festplattenanalysen trotzdem umgesetzt werden können, bieten sich alternative Tools an, die für den Konsolenbetrieb konzipiert sind. Werkzeuge wie TreeSize Free/Professional, SpaceSniffer (über Batch) oder PowerShell-Skripte können verwendet werden, um Belegungsdaten per Kommandozeile zu erfassen und zu verarbeiten.

Eine weitere Möglichkeit ist das Verwenden von WinDirStat in Kombination mit Programmen, die GUI-Anwendungen automatisieren (z.B. AutoHotkey), um eine Teilautomatisierung zu erreichen. Dies ist jedoch nur eine Umgehungslösung und eher kompliziert.

Fazit

WinDirStat bietet keine umfassende native Unterstützung für die Bedienung ausschließlich über die Kommandozeile. Die vorhandenen Kommandozeilenparameter dienen hauptsächlich dazu, einen Scan einzelner Verzeichnisse beim Programmstart automatisch zu initiieren, wobei die GUI jedoch immer geöffnet bleibt. Für rein automatisierte oder headless Analysen empfiehlt es sich, auf speziell für die Kommandozeile gedachte Tools umzusteigen.

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