Gibt es eine Möglichkeit, CrystalDiskInfo per Kommandozeile zu nutzen?
- Offizielle Unterstützung der Kommandozeile
- Über die möglichen Kommandozeilenparameter
- Alternative Ansätze für automatisierten Zugriff
- Zusammenfassung
CrystalDiskInfo ist eine sehr beliebte Software zur Überwachung des Zustands von Festplatten und SSDs, die hauptsächlich über eine grafische Benutzeroberfläche bedient wird. Es handelt sich dabei um ein Tool, das detaillierte SMART-Daten (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) ausliest und diese in einem übersichtlichen Fenster anzeigt. Viele Nutzer fragen sich, ob es möglich ist, CrystalDiskInfo auch über die Kommandozeile zu verwenden – beispielsweise um die Werte automatisiert auszulesen oder in Skripten zu verarbeiten.
Offizielle Unterstützung der Kommandozeile
CrystalDiskInfo selbst wurde primär als GUI-Tool entwickelt und bietet von Haus aus keine umfassenden Kommandozeilenparameter an, um eine rein textbasierte Ausgabe der SMART-Daten oder ähnliche Funktionen komplett ohne grafische Oberfläche zu ermöglichen. Das bedeutet, dass man das Programm nicht vollständig ohne das GUI nutzen kann. Allerdings gibt es einige Parameter, mit denen man bestimmte Aktionen im Rahmen der Windows-Kommandozeile ausführen kann. Dazu zählen beispielsweise das Starten des Programms im Hintergrund oder mit bestimmten Einstellungen. Dies ist aber eher minimalistisch und weniger für den automatisierten Datenexport ausgelegt.
Über die möglichen Kommandozeilenparameter
CrystalDiskInfo unterstützt bestimmte Kommandozeilenoptionen, die in der Dokumentation oder im Programmverzeichnis als Hilfetext aufgeführt sein können. Meist lassen sich Parameter wie /s zum Starten im Silent-Modus oder /r für den Refresh-Befehl finden. Diese Optionen können dafür verwendet werden, das Tool zu starten, ohne dass es sich sofort im Vordergrund anzeigt. Dennoch existiert keine offizielle Möglichkeit, die SMART-Daten in eine Datei oder auf die Konsole zu exportieren.
Alternative Ansätze für automatisierten Zugriff
Wenn Sie SMART-Daten auf der Kommandozeile benötigen, empfiehlt es sich, andere Tools in Betracht zu ziehen, die speziell auf Kommandozeilen-Nutzung ausgelegt sind. Unter Windows kann man beispielsweise smartctl aus den smartmontools verwenden. Das Tool bietet umfangreiche Möglichkeiten, SMART-Informationen per Kommandozeile auszulesen und in Skripten weiterzuverarbeiten.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, CrystalDiskInfo so zu konfigurieren, dass es die SMART-Daten automatisiert in eine Textdatei oder XML-Datei schreibt (z.B. per Datenexport oder Logging). Diese Datei könnte anschließend per Skript verarbeitet werden. Diese Funktion ist aber nur teilweise automatisierbar und erfolgt nicht rein als Kommandozeilenvorgang.
Zusammenfassung
CrystalDiskInfo ist in erster Linie ein GUI-Tool und verfügt über keine vollwertige Schnittstelle für die vollständige Nutzung per Kommandozeile. Es gibt einige wenige Startparameter zur Steuerung des Programms, aber keinen nativen Befehl zum direkten Auslesen und Ausgeben der SMART-Daten ohne GUI. Für automatisierte und skriptbasierte Abfragen empfiehlt sich daher die Verwendung von Tools wie smartctl oder das Auslesen von Exportdateien, die CrystalDiskInfo möglicherweise erzeugt. Wer CrystalDiskInfo dennoch über Kommandozeile starten möchte, kann dies tun, indem er Parameter zum Start in den Hintergrund oder zur bestimmten Konfiguration nutzt, muss aber mit Einschränkungen bei der Datenverarbeitung rechnen.
