Worauf sollte man beim Kauf eines Fieberthermometers für Kleinkinder achten?

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Beim Kauf eines Fieberthermometers für Kleinkinder gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, da die Messung bei den Kleinen oft schnell gehen muss und gleichzeitig sehr genau sein sollte.

Hier ist ein Leitfaden, worauf du achten solltest:

1. Die Art des Thermometers (Welche Methode?)

Es gibt drei gängige Varianten, die für Kleinkinder geeignet sind:

  • Digitales Kontaktthermometer (für die rektale Messung):
    • Vorteil: Dies ist die genaueste Methode. Kinderärzte empfehlen bei Babys und Kleinkindern fast immer die rektale Messung (im Po), da sie die tatsächliche Kerntemperatur des Körpers am besten widerspiegelt.
    • Worauf achten: Wähle ein Modell mit flexibler Spitze, um die Verletzungsgefahr bei plötzlichen Bewegungen zu minimieren.
  • Infrarot-Ohrthermometer:
    • Vorteil: Die Messung geht extrem schnell (Sekunden) und ist weniger invasiv.
    • Nachteil: Bei Kleinkindern unter 6 Monaten oft ungeeignet, da der Gehörgang noch zu eng ist. Messfehler entstehen leicht, wenn das Gerät nicht im richtigen Winkel gehalten wird oder zu viel Ohrenschmalz vorhanden ist.
  • Infrarot-Stirnthermometer (kontaktlos):
    • Vorteil: Ideal, um das Kind im Schlaf zu kontrollieren, ohne es zu wecken.
    • Nachteil: Die Messung ist oft ungenauer, da die Hauttemperatur durch Schwitzen oder die Umgebungstemperatur beeinflusst werden kann. Eher als „Grobtester“ geeignet.

2. Wichtige Funktionen für den Alltag

Achte beim Kauf auf diese technischen Details, die das Leben mit krankem Kind erleichtern:

  • Messdauer: Bei Kleinkindern zählt jede Sekunde. Digitale Thermometer sollten das Ergebnis in maximal 10 Sekunden liefern.
  • Beleuchtetes Display: Sehr wichtig für nächtliche Messungen, damit du kein helles Licht im Zimmer anmachen musst.
  • Speicherfunktion: Es ist hilfreich, wenn das Gerät die letzten 5 bis 10 Messwerte speichert, um den Fieberverlauf verfolgen zu können.
  • Lautloser Modus: Ein lauter Piepton am Ende der Messung kann ein schlafendes Kind wecken. Einige Geräte erlauben es, den Ton auszuschalten.
  • Fieberalarm: Viele Geräte zeigen durch Farben (Grün, Gelb, Rot) direkt an, ob die Temperatur im kritischen Bereich liegt.

3. Sicherheit und Hygiene

  • BPA-frei: Das Gehäuse sollte aus unbedenklichen Materialien bestehen.
  • Wasserdicht: Digitale Kontaktthermometer sollten wasserdicht sein, damit man sie nach der Benutzung gründlich mit Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel reinigen kann.
  • Schutzkappen: Bei Ohrthermometern solltest du prüfen, ob Einmalschutzkappen benötigt werden (hygienischer, aber Folgekosten) oder ob die Linse einfach abgewischt werden kann.

4. Kombinationsgeräte (2-in-1)

Es gibt Geräte, die sowohl für das Ohr als auch für die Stirn geeignet sind (durch eine abnehmbare Kappe). Diese sind oft sehr praktisch, da man sie je nach Situation flexibel einsetzen kann.


Zusammenfassende Empfehlung:

  1. Für die absolute Genauigkeit: Ein einfaches, hochwertiges digitales Thermometer mit flexibler Spitze für die rektale Messung (kostet ca. 5–10 €). Das sollte in keiner Hausapotheke fehlen.
  2. Für den Komfort (Zusatzgerät): Ein Infrarot-Ohr- oder Stirnthermometer (z.B. von Marken wie Braun oder Medisana), um zwischendurch schnell und stressfrei zu checken, ob das Fieber steigt oder sinkt.

Wichtiger Hinweis: Wenn die Messung an Stirn oder Ohr einen ungewöhnlichen Wert ergibt oder du unsicher bist, solltest du immer eine Kontrollmessung rektal durchführen, da diese am zuverlässigsten ist.