Worauf sollte man bei der Auswahl des passenden Farbtons für den eigenen Hauttyp achten?
Die Wahl des richtigen Farbtons – egal ob für Kleidung, Make-up oder die Haarfarbe – kann einen riesigen Unterschied machen. Die richtigen Farben lassen den Teint strahlen, während die falschen einen blass oder müde wirken lassen können.
Hier ist ein Leitfaden, worauf Sie achten sollten, um Ihren Hauttyp zu bestimmen und die passenden Farben zu finden:
1. Den Unterton bestimmen (Das Wichtigste)
Man unterscheidet zwischen dem Oberton (der sich durch Bräune oder Rötungen ändern kann) und dem Unterton (der genetisch festgelegt ist). Es gibt drei Hauptkategorien:
- Kühler Unterton: Bläuliche, rosa oder violette Nuancen unter der Hautoberfläche.
- Warmer Unterton: Gelbliche, goldene oder pfirsichfarbene Nuancen.
- Neutraler Unterton: Eine Mischung aus beidem, oft schwer eindeutig zuzuordnen.
So testen Sie Ihren Unterton:
- Der Venen-Test: Schauen Sie sich Ihre Venen am Handgelenk bei Tageslicht an. Wirken sie eher blau/violett, sind Sie ein kühler Typ. Wirken sie grünlich, sind Sie ein warmer Typ. Können Sie es nicht genau sagen, sind Sie neutral.
- Der Schmuck-Test: Steht Ihnen Silberschmuck besser (lässt die Haut frischer wirken), sind Sie eher kühl. Schmeichelt Ihnen Goldschmuck mehr, sind Sie ein warmer Typ.
- Der Weiß-Test: Halten Sie sich ein reinweißes Tuch oder Papier neben das ungeschminkte Gesicht. Wirkt Ihr Gesicht daneben eher gelblich? -> Warm. Wirkt es eher rosig oder bläulich? -> Kühl.
2. Die vier Farbtypen (Jahreszeiten-Modell)
Basierend auf dem Unterton und dem Kontrast zwischen Haaren, Augen und Haut lassen sich die meisten Menschen in vier Typen einteilen:
A. Der Frühlingstyp (Warm & Hell)
- Merkmale: Pfirsichfarbener Teint, oft Sommersprossen, helle Augen (blau, grün, bernstein), meist blondes oder hellbraunes Haar mit Goldstich.
- Beste Farben: Warme, leuchtende Farben wie Koralle, Lindgrün, Goldgelb, warmes Türkis und Elfenbein.
B. Der Sommertyp (Kühl & Hell)
- Merkmale: Rosiger oder sehr heller Teint mit bläulichem Unterton, aschblondes oder aschbraunes Haar, blaue oder graue Augen.
- Beste Farben: Sanfte, pudrige Pastelltöne, Lavendel, Mintgrün, Marineblau und kühles Silbergrau.
C. Der Herbsttyp (Warm & Dunkel)
- Merkmale: Goldener oder olivfarbener Teint, bräunt meist gut, dunkle Augen (braun, olivgrün), Haare oft mit rötlichem Schimmer (Kupfer, Kastanie).
- Beste Farben: Erdige Töne wie Rostrot, Senfgelb, Olivgrün, Schokobraun und warmes Orange.
D. Der Wintertyp (Kühl & Kontrastreich)
- Merkmale: Sehr helle "Schneewittchen"-Haut oder dunkler Oliv-Teint, dunkle Haare (schwarz, dunkelbraun), klare Augenfarben. Hoher Kontrast zwischen Haut und Haaren.
- Beste Farben: Klare, kräftige Farben wie Royalblau, Smaragdgrün, Magenta, reines Schwarz und strahlendes Weiß.
3. Tipps für spezielles Make-up (Foundation & Co.)
- Tageslicht nutzen: Testen Sie Foundation niemals unter künstlichem Kaufhauslicht. Gehen Sie mit dem Spiegel ans Fenster oder nach draußen.
- An der Kieferpartie testen: Streichen Sie drei Nuancen (hell, mittel, dunkel) nebeneinander vom Gesicht zum Hals. Der Ton, der unsichtbar mit der Haut verschmilzt, ist der richtige.
- Halsfarbe berücksichtigen: Das Gesicht ist oft etwas rötlicher oder dunkler als der Hals. Die Foundation sollte das Gesicht an die Farbe des Halses anpassen, um den "Masken-Effekt" zu vermeiden.
4. Die Psychologie der Kontraste
- Geringer Kontrast: Wenn Haut, Haare und Augen eine ähnliche Helligkeit haben (z.B. hellblonde Haare, helle Haut), stehen Ihnen oft monochrome oder sanfte Farbkombinationen besser.
- Hoher Kontrast: Wenn Sie dunkle Haare und sehr helle Haut haben, können Sie sehr kräftige und gegensätzliche Farben (z.B. Schwarz-Weiß) hervorragend tragen.
Zusammenfassung: Die Faustregel
Wählen Sie Farben, die denselben Unterton haben wie Ihre Haut. Warme Haut braucht warme Farben (Gelbstich), kühle Haut braucht kühle Farben (Blaustich). Wenn Sie sich unsicher sind, sind neutrale Töne wie Taupe, Grau-Blau oder "Off-White" meist eine sichere Wahl.