Worauf sollte man achten, damit eine Fußmatte rutschfest bleibt?
Damit eine Fußmatte sicher an ihrem Platz liegen bleibt und nicht zur Stolperfalle wird, gibt es verschiedene Faktoren zu beachten – vom Kauf bis zur regelmäßigen Pflege.
Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest:
1. Die Wahl des richtigen Materials (Rückseite)
Der wichtigste Faktor für die Rutschfestigkeit ist die Beschichtung der Unterseite.
- Gummirücken (Nitrilkautschuk): Dies ist die hochwertigste Variante. Nitrilkautschuk bleibt auch bei Kälte flexibel, ist schwer und liegt flach auf. Er ist zudem meist waschbar.
- Latexrücken: Bietet guten Halt auf glatten Böden, kann aber mit der Zeit porös werden und zerbröseln, besonders wenn er oft direkter Sonne oder Hitze ausgesetzt ist.
- PVC-Rücken: Oft günstiger, kann aber auf manchen Bodenbelägen (wie Parkett) Weichmacher abgeben oder bei Kälte steif und rutschig werden.
2. Sauberkeit des Untergrunds
Oft liegt das Rutschen nicht an der Matte selbst, sondern an dem, was darunter ist.
- Staub und Sand: Schon eine dünne Schicht Staub unter der Matte wirkt wie ein Kugellager. Wische den Boden unter der Matte regelmäßig feucht ab.
- Feuchtigkeit: Ein nasser Boden unter der Matte führt dazu, dass sie schwimmt. Achte darauf, dass der Boden komplett trocken ist, bevor du die Matte wieder hinlegst.
3. Pflege der Matten-Unterseite
Die gummierte Unterseite verliert ihre Haftung, wenn sie verstaubt oder verschmutzt ist.
- Regelmäßig reinigen: Wische die Unterseite der Matte gelegentlich mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Reinigungsmittel ab, um Fett und Staub zu entfernen.
- Waschen: Wenn die Matte waschbar ist (siehe Etikett), reaktiviert das Waschen oft die Griffigkeit des Gummis. Aber Achtung: Keinen Weichspüler verwenden, da dieser die Oberfläche glatt machen kann.
4. Hilfsmittel für rutschige Matten
Wenn du eine Matte hast, die keinen guten Gummirücken besitzt, kannst du nachhelfen:
- Antirutsch-Gitter/Vlies: Es gibt spezielle Netzgitter aus Gummi, die man passend zuschneiden und unter die Matte legen kann.
- Teppich-Stopp-Spray: Ein Sprühkleber auf Latexbasis, der auf die Unterseite aufgetragen wird und nach dem Trocknen eine dauerhaft rutschhemmende Schicht bildet.
- Doppelseitiges Klebeband: Spezielles Teppichklebeband hilft kurzfristig, kann aber Rückstände auf dem Boden hinterlassen.
5. Den Bodenbelag berücksichtigen
Nicht jede Matte haftet auf jedem Untergrund gleich gut:
- Fliesen/Laminat: Hier sind schwere Gummirücken am besten.
- Teppichboden: Wenn du eine Matte auf einen vorhandenen Teppich legst, brauchst du eine Matte mit kleinen "Noppen" auf der Unterseite, die sich im Flor verhaken, sonst wandert die Matte beim Betreten.
6. Qualität und Gewicht
- Schwere Matten rutschen weniger: Eine Matte mit einem hohen Eigengewicht liegt satter auf dem Boden auf. Billige, sehr leichte Filzmatten rutschen fast immer, egal wie sie beschichtet sind.
- Flache Kanten (Stoßkante): Achte auf eine Matte mit einer abgeflachten Gummikante rundherum. Das verhindert nicht nur das Stolpern, sondern sorgt auch dafür, dass man die Matte beim Drüberlaufen nicht so leicht mit dem Fuß "mitnimmt" und verschiebt.
Kurztipp für den Alltag: Wenn die Matte anfängt zu rutschen, einfach mal die Unterseite und den Boden darunter mit einem Glasreiniger abwischen. Das entfernt die feine Staubschicht sofort und stellt den Grip wieder her.