Worauf muss beim Zusammenbau eines Siphons geachtet werden, um die Dichtigkeit zu garantieren?
Der Zusammenbau eines Siphons (Geruchsverschluss) wirkt oft simpel, aber kleine Fehler führen schnell zu Undichtigkeiten. Damit alles dauerhaft trocken bleibt, sollten Sie auf folgende Punkte achten:
1. Die richtige Ausrichtung der Dichtungen (Der häufigste Fehler)
Es gibt meist zwei Arten von Dichtungen im Siphon:
- Keildichtungen (konisch): Diese sind kegelförmig. Wichtig: Die spitze (dünne) Seite der Dichtung muss immer in Richtung des Anschlussstutzens zeigen, in den das Rohr hineingeschoben wird. Die flache Seite liegt an der Überwurfmutter an.
- Flachdichtungen: Diese werden meist direkt am Ablaufbecken (zwischen Waschbecken und Tauchrohr) verwendet. Achten Sie darauf, dass sie plan aufliegen und nicht verrutschen.
2. Sauberkeit der Dichtflächen
Bevor Sie die Teile zusammenstecken:
- Reinigen Sie alle Gewinde und Rohrenden von Kalk, Haaren oder Seifenresten.
- Prüfen Sie die Dichtungen auf Risse oder Porosität. Alte, harte Dichtungen sollten Sie grundsätzlich durch neue ersetzen (kostet nur wenige Cent).
3. Spannungsfreie Montage
Das ist entscheidend für die langfristige Dichtigkeit:
- Die Rohre müssen gerade ineinanderlaufen. Wenn das Rohr schräg in der Muffe sitzt, kann die Keildichtung nicht gleichmäßig abdichten.
- Kürzen Sie die Rohre (Tauchrohr oder Wandrohr) bei Bedarf mit einer Metallsäge, falls sie zu lang sind und Druck auf das System ausüben. Entgraten Sie die Schnittkanten danach unbedingt mit Feile oder Schleifpapier, damit die Dichtungen beim Aufschieben nicht beschädigt werden.
4. Das richtige Maß beim Festziehen
- Handfest reicht meistens: Bei Kunststoffsiphons sollten Sie die Überwurfmuttern nur mit der Hand festziehen. Werkzeug (wie eine Rohrzange) zerstört oft die Kunststoffgewinde oder quetscht die Dichtung so stark, dass sie sich verformt und undicht wird.
- Metallsiphons: Hier kann eine Armaturenzange hilfreich sein, aber nutzen Sie ein Tuch als Zwischenlage, um das Chrom nicht zu verkratzen. Auch hier gilt: Nach "fest" kommt "ab" (bzw. "undicht").
5. Die Verbindung zur Wand
- Das Abflussrohr, das in die Wand führt, benötigt eine passende Gummimanschette (Nippel).
- Schmieren Sie das Ende des Rohrs mit etwas Gleitmittel oder Spülmittel ein. So rutscht es leichter in die Gummidichtung der Wand, ohne diese zu verschieben oder einzuklemmen.
6. Kontrolle des Tauchrohrs
Das Tauchrohr (das senkrechte Rohr, das vom Waschbecken kommt) darf nicht zu tief im Siphongehäuse sitzen. Wenn es unten auf dem Boden des Siphons aufsteht, kann das Wasser nicht abfließen, was zu einem Rückstau und potenziellen Lecks an den oberen Verbindungen führt.
7. Der Testlauf
Wenn alles montiert ist:
- Legen Sie trockenes Toilettenpapier unter alle Verbindungsstellen.
- Lassen Sie erst wenig, dann viel Wasser laufen.
- Füllen Sie das Waschbecken einmal komplett und lassen Sie es "auf Schlag" ablaufen. Durch den hohen Druck zeigen sich kleine Undichtigkeiten am deutlichsten.
- Prüfen Sie das Papier: Schon der kleinste Tropfen bedeutet, dass eine Mutter nachgezogen oder eine Dichtung korrigiert werden muss.
Pro-Tipp: Wenn eine Verbindung trotz neuer Dichtung leicht schwitzt, hilft oft ein wenig Armaturenfett (Silikonfett) auf der Dichtung, um minimale Unebenheiten auszugleichen.