Woran erkennt man, ob ein Gehörschutz-Stöpsel optimal im Gehörgang sitzt?

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Ein optimal sitzender Gehörschutz-Stöpsel ist entscheidend, damit die angegebene Schutzwirkung (Dämmwert) auch tatsächlich erreicht wird. Da man sein eigenes Ohr im Spiegel nur schwer von der Seite sieht, gibt es verschiedene Tests und Merkmale, an denen man den richtigen Sitz erkennt.

Hier sind die wichtigsten Anzeichen:

1. Der akustische Test (Der „Hohl-Klang“)

Dies ist die zuverlässigste Methode, um den Sitz selbst zu prüfen:

  • Die eigene Stimme: Wenn Sie sprechen, sollte Ihre Stimme für Sie selbst deutlich tiefer, hohl oder dröhnend klingen (der sogenannte Okklusionseffekt). Es fühlt sich an, als würden Sie „in Ihrem Kopf“ sprechen.
  • Umgebungsgeräusche: Geräusche um Sie herum sollten stark gedämpft und dumpf klingen.
  • Der Hände-Test: Legen Sie beide Hände flach über Ihre Ohren und nehmen Sie sie wieder weg. Wenn die Stöpsel richtig sitzen, sollten Sie kaum einen Unterschied in der Lautstärke der Umgebung hören. Wenn es deutlich leiser wird, sobald Sie die Hände auflegen, sitzen die Stöpsel nicht tief genug oder dichten nicht richtig ab.

2. Die Sichtprüfung (Spiegel-Test)

Schauen Sie frontal in einen Spiegel:

  • Sichtbarkeit: Wenn Sie direkt von vorne in den Spiegel blicken, sollte der Gehörschutz-Stöpsel idealerweise nicht oder nur kaum zu sehen sein.
  • Herausragen: Ein Stöpsel, der weit aus der Ohrmuschel herausragt, sitzt meist nicht tief genug im Gehörgang. Er sollte bündig mit dem Gehörgangseingang abschließen oder nur ein kleines Stück (zum Greifen) herausstehen.

3. Das Tragegefühl

  • Druckgefühl: Ein gut sitzender Stöpsel erzeugt ein leichtes Druckgefühl im Gehörgang, da er die Wände luftdicht abschließt. Er sollte jedoch keine Schmerzen verursachen.
  • Sicherer Halt: Wenn Sie leicht am Stöpsel ziehen (ohne ihn herauszuziehen), sollten Sie einen leichten Widerstand spüren. Er sollte nicht locker sitzen oder bei Kieferbewegungen (Gähnen, Kauen) sofort herausrutschen.

4. Besonderheiten bei Schaumstoff-Stöpseln

Wenn Sie die klassischen bunten Schaumstoff-Stöpsel verwenden:

  • Expansion: Der Stöpsel muss sich im Ohr erst wieder ausdehnen. Er sitzt erst dann optimal, wenn er sich komplett entfaltet hat und den Gehörgang vollständig ausfüllt. Das dauert meist 30 bis 60 Sekunden.
  • Keine Falten: Wenn der Stöpsel beim Einsetzen Falten wirft (Längsrillen), kann Schall durch diese „Kanäle“ eindringen. Er sollte glatt an der Gehörgangswand anliegen.

Tipps für das richtige Einsetzen:

Damit der Stöpsel optimal sitzt, ist die Technik entscheidend:

  1. Rollen: Rollen Sie Schaumstoff-Stöpsel zwischen den Fingern zu einer sehr dünnen, glatten Wurst.
  2. Ohr langziehen: Greifen Sie mit der anderen Hand über den Kopf und ziehen Sie Ihre Ohrmuschel nach oben und hinten. Das begradigt den Gehörgang.
  3. Einführen: Schieben Sie den Stöpsel tief ein.
  4. Halten: Halten Sie den Stöpsel mit dem Finger etwa 30 Sekunden lang fest, während er sich ausdehnt, damit er nicht wieder herausgedrückt wird.

Wichtig: Wenn Sie das Gefühl haben, trotz Stöpsel noch fast alles normal zu hören, ist der Schutz wirkungslos. In diesem Fall den Stöpsel entfernen und erneut einsetzen.

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