Woran erkennt man eine Überhitzung an einer Steckdosenleiste?
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Eine Überhitzung an einer Steckdosenleiste ist ein ernstes Warnsignal für eine drohende Brandgefahr. Es gibt mehrere deutliche Anzeichen, auf die du achten solltest:
1. Optische Veränderungen
- Verfärbungen: Das Kunststoffgehäuse der Leiste oder die Stecker der angeschlossenen Geräte verfärben sich gelblich, bräunlich oder schwarz (Schmorstellen).
- Verformungen: Das Plastik wirkt wellig, ist leicht geschmolzen oder deformiert.
- Rußspuren: Schwarze Ablagerungen rund um die Steckplätze oder an den Kontaktstiften der Stecker.
2. Geruchsentwicklung
- Brandgeruch: Ein stechender, chemischer Geruch nach verbranntem Kunststoff oder Gummi ist ein sehr sicheres Zeichen.
- "Fischiger" Geruch: Oft riechen erhitzte Isolierungen oder Kunststoffkomponenten kurz vor dem Verschmoren seltsam fischig oder beißend süßlich.
3. Temperaturentwicklung (Haptik)
- Übermäßige Hitze: Wenn du das Gehäuse der Steckdosenleiste oder das Kabel berührst und es heiß (nicht nur handwarm) ist, liegt eine Überlastung oder ein Defekt vor.
- Heißes Kabel: Auch das Zuleitungskabel selbst kann bei Überlastung weich und heiß werden.
4. Akustische Signale
- Knistern oder Prasseln: Diese Geräusche deuten auf Lichtbögen oder lockere Kontakte im Inneren der Leiste hin.
- Summen oder Brummen: Ein deutliches elektrisches Summen kann ebenfalls auf eine Überlastung oder schlechte Kontakte hindeuten.
5. Funktionale Störungen
- Flackerndes Licht: Angeschlossene Lampen flackern unregelmäßig.
- Geräte gehen aus: Geräte schalten sich spontan ab oder starten neu.
- Auslösen der Sicherung: Wenn der Leitungsschutzschalter (die Sicherung) im Sicherungskasten herausspringt, war die Last für den Stromkreis zu hoch.
Was sind die häufigsten Ursachen?
- Überlastung: Es wurden zu viele leistungsstarke Geräte (z. B. Wasserkocher, Heizlüfter, Waschmaschine) gleichzeitig an eine Leiste angeschlossen. Die meisten Leisten sind auf max. 3.500 Watt ausgelegt.
- Hintereinanderschalten: Das Einstecken einer Steckdosenleiste in eine andere ("Kaskadieren") führt oft zur Überhitzung der ersten Leiste.
- Schlechte Qualität: Billige Produkte haben oft zu geringe Leitungsquerschnitte oder minderwertige Kontakte.
- Staub und Schmutz: Staub in den Buchsen kann den Übergangswiderstand erhöhen und Hitze erzeugen.
Was solltest du tun, wenn du Überhitzung feststellst?
- Sofort handeln: Schalte die betroffene Steckdosenleiste aus (falls ein Schalter vorhanden ist) oder ziehe vorsichtig den Hauptstecker aus der Wanddose (Vorsicht, könnte heiß sein!).
- Geräte trennen: Entferne alle angeschlossenen Geräte.
- Nicht weiterverwenden: Eine einmal überhitzte Steckdosenleiste ist beschädigt (Isolierung geschmolzen, Kontakte ausgeleiert) und muss entsorgt werden. Repariere sie nicht selbst.
- Ursache prüfen: Checke, ob die Gesamtleistung der angeschlossenen Geräte zu hoch war.
Sicherheitstipp: Achte beim Kauf auf Prüfsiegel wie das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder das VDE-Symbol.