Woran erkennt man die Energieeffizienz eines Kühlschranks?

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Die Energieeffizienz eines Kühlschranks lässt sich am einfachsten und zuverlässigsten am EU-Energielabel erkennen. Seit März 2021 gibt es ein neues System, um Verbraucher besser zu informieren.

Hier sind die wichtigsten Punkte, woran du die Effizienz erkennst:

1. Die Energieeffizienzklasse (A bis G)

Das auffälligste Merkmal ist die Farbskala von Grün bis Rot.

  • A (Dunkelgrün): Höchste Effizienz (sehr sparsam).
  • G (Rot): Niedrigste Effizienz (hoher Verbrauch).
  • Wichtig zu wissen: Die alten Klassen wie A+++, A++ oder A+ gibt es für Kühlschränke nicht mehr. Ein altes A+++ Gerät entspricht heute oft nur noch der neuen Klasse C oder D. Die Klasse A ist derzeit noch schwer zu erreichen, um Herstellern Raum für künftige Innovationen zu lassen.

2. Der jährliche Energieverbrauch (kWh/annum)

Auf dem Label steht eine konkrete Zahl, die angibt, wie viele Kilowattstunden (kWh) das Gerät pro Jahr durchschnittlich verbraucht.

  • Tipp: Vergleiche diesen Wert direkt mit ähnlichen Modellen. Ein kleinerer Kühlschrank der Klasse C kann insgesamt weniger Strom verbrauchen als ein riesiger "Side-by-Side"-Kühlschrank der Klasse B.

3. Das Fassungsvermögen (Volumen in Litern)

Das Label zeigt getrennte Werte für:

  • Den Kühlbereich (Symbol: Milchtüte/Apfel).
  • Den Gefrierbereich (Symbol: Schneeflocke), sofern vorhanden.
  • Zusammenhang: Je größer der Nutzinhalt, desto mehr Energie wird benötigt. Wähle die Größe passend zu deinem Haushalt (ca. 50–60 Liter pro Person).

4. Die Geräuschemission (Dezibel und Klasse)

Effizienz hat auch etwas mit der Qualität der Bauteile zu tun. Auf dem Label findest du:

  • Die Lautstärke in Dezibel (dB).
  • Eine Bewertung von A bis D für die Geräuschentwicklung. Leise Geräte liegen meist unter 35–38 dB.

5. Der QR-Code

Oben rechts auf dem Label befindet sich ein QR-Code. Wenn du diesen mit dem Smartphone scannst, gelangst du zur EPREL-Datenbank der EU. Dort findest du detaillierte Datenblätter zum Gerät, die über die Infos auf dem Papier-Label hinausgehen.


Zusätzliche technische Merkmale (über das Label hinaus)

Neben dem Label gibt es technische Details, die auf eine gute Energieeffizienz hindeuten:

  • Inverter-Kompressor: Im Gegensatz zu herkömmlichen Kompressoren, die nur "An" oder "Aus" kennen, passt ein Inverter-Kompressor seine Geschwindigkeit stufenlos an den Kühlbedarf an. Das spart viel Strom und ist leiser.
  • NoFrost-Technologie: Diese verhindert Eisbildung im Gefrierfach. Da bereits eine dünne Eisschicht den Stromverbrauch massiv erhöht, hilft NoFrost dabei, die Effizienz dauerhaft hochzuhalten (auch wenn die Technik selbst minimal mehr Strom verbraucht als ein perfekt abgetautes manuelles Gerät).
  • Getrennte Kühlkreisläufe: Wenn Kühl- und Gefrierteil eigene Kreisläufe haben, lässt sich die Temperatur präziser steuern, was Energie spart.
  • Urlaubsmodus (Holiday Mode): Ermöglicht es, den Kühlbereich bei längerer Abwesenheit auf einer höheren Temperatur (z.B. 15 °C) zu betreiben, während das Gefrierfach normal weiterläuft.

Fazit: Schau zuerst auf den Buchstaben (A-C sind aktuell top) und dann auf den absoluten kWh-Wert, um die laufenden Kosten abzuschätzen.