Wofür wird eine Kombizange im handwerklichen Alltag primär eingesetzt?

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Die Kombizange ist, wie der Name schon sagt, ein Kombinationswerkzeug, das mehrere Funktionen in sich vereint. Im handwerklichen Alltag wird sie primär für folgende drei Aufgaben eingesetzt:

1. Greifen und Halten (Flach- und Rundmaterial)

Die Kombizange hat zwei verschiedene Greifzonen:

  • Vorne (flache Zone): Die Spitzen sind flach und geriffelt. Sie dienen dazu, flache Werkstücke, Bleche oder Drähte festzuhalten oder zu führen.
  • Mitte (Brennerloch): Das ovale, gezahnte Loch in der Mitte ist ideal, um runde Gegenstände wie Rohre, Bolzen oder Muttern zu greifen, ohne dass diese wegrutschen.

2. Schneiden (Drähte und Kabel)

Hinter dem Gelenk (Richtung Griff) befinden sich meist zwei scharfe Schneiden. Damit fungiert die Kombizange als Seitenschneider. Sie wird im Alltag primär zum Durchtrennen von:

  • Kupferkabeln,
  • weichem bis mittelhartem Draht (z. B. Spanndraht, Bindedraht)
  • und kleineren Nägeln verwendet.

3. Biegen und Formen

Durch die Hebelwirkung der Griffe lassen sich Drähte oder dünne Metallstreifen präzise biegen. Handwerker nutzen sie oft, um Ösen zu biegen oder Drähte in eine bestimmte Form zu bringen.


Zusammenfassend: Warum ist sie so wichtig?

Der Hauptvorteil im "handwerklichen Alltag" ist die Universalität. Anstatt ständig zwischen einer Flachzange (zum Halten), einer Rohrreinigungszange (für Rundes) und einem Seitenschneider (zum Schneiden) zu wechseln, kann der Handwerker die meisten Standardaufgaben mit nur einem Werkzeug am Gürtel erledigen.

Wofür sie nicht gedacht ist (wichtiger Hinweis):

  • Schrauben lösen: Auch wenn man damit Muttern greifen kann, sollte man für festsitzende Schrauben immer einen Maulschlüssel oder eine Ratsche nehmen, da die Zange sonst die Kanten der Mutter "rundlutscht".
  • Harter Stahldraht: Sehr harter Klavierseitendraht kann die Schneiden einer einfachen Kombizange beschädigen. dafür gibt es spezielle Kraft-Seitenschneider.