Wie wählt man den passenden Rouge-Farbton für den eigenen Hauttyp aus?
Die Wahl des richtigen Rouges kann den Teint sofort frischer, wacher und gesünder wirken lassen. Der Schlüssel liegt darin, sowohl die Hauthelligkeit als auch den Unterton der Haut zu berücksichtigen.
Hier ist ein Leitfaden, wie du den perfekten Farbton findest:
1. Schritt: Bestimme deinen Unterton
Bevor du nach Farben schaust, musst du wissen, ob deine Haut kühl, warm oder neutral unterlegt ist.
- Kühler Unterton: Deine Venen am Handgelenk schimmern bläulich-violett; Silberschmuck steht dir besser.
- Warmer Unterton: Deine Venen schimmern grünlich; Goldschmuck schmeichelt dir mehr.
- Neutraler Unterton: Deine Venen sind blau-grün gemischt; dir steht sowohl Silber als auch Gold.
2. Schritt: Den Farbton passend zur Hauthelligkeit wählen
Helle Haut (Porzellan bis Hellbeige)
Bei sehr heller Haut ist weniger mehr. Zu dunkle Töne wirken schnell wie „angemalt“.
- Kühler Unterton: Zartrosa, kühles Babyrosa oder ein heller Fliederton.
- Warmer Unterton: Heller Pfirsich (Peach), Apricot oder ein sanftes Koralle.
- Tipp: Wähle eher transparente Texturen, die sich gut verblenden lassen.
Mittlere Haut (Sand bis Honig)
Dieser Hauttyp kann etwas kräftigere Farben vertragen.
- Kühler Unterton: Rosé-Nuancen, Mauve (ein gedämpftes Violett-Rosa) oder Beeren-Töne.
- Warmer Unterton: Sattes Pfirsich, warmes Koralle oder ein mittleres Orange-Rosa.
- Neutral: Ein „Nude“-Rouge mit leichtem Braun-Anteil wirkt hier sehr natürlich.
Olivfarbene Haut
Olivfarbene Haut hat oft einen gräulichen oder grünlichen Unterton, der durch die falsche Farbe (z. B. zu kühles Rosa) fahl wirken kann.
- Beste Wahl: Warme Bronze-Töne, Kupfer, Terrakotta oder ein sattes Rosenholz.
- Vermeiden: Sehr kühles Pink (wirkt oft aschig).
Dunkle Haut (Bronze bis Espresso)
Hier darf (und muss) die Pigmentierung kräftig sein, damit die Farbe auf der Haut sichtbar ist.
- Kühler Unterton: Kräftiges Fuchsia, tiefes Beerenrot oder Pflaume.
- Warmer Unterton: Intensives Orange, Ziegelrot, tiefes Koralle oder Gold-Bronze.
- Tipp: Kräftige Farben sehen in der Verpackung oft extrem aus, wirken auf dunkler Haut aber wunderschön natürlich.
3. Schritt: Die Textur (Puder, Creme oder Liquid?)
Die Wahl der Textur hängt eher von deinem Hauttyp ab:
- Trockene oder reife Haut: Creme-Rouge oder flüssiges Rouge. Es setzt sich nicht in Fältchen ab und verleiht einen feuchten Glanz („Glow“).
- Fettige Haut oder Mischhaut: Puder-Rouge. Es mattiert leicht und hält länger auf der Haut, ohne zu verrutschen.
- Normale Haut: Du hast die freie Wahl!
Profi-Tipps für die Auswahl:
- Der Lippen-Trick: Ein sehr natürliches Rouge entspricht oft der Farbe deiner Lippeninnenseite oder der Farbe, die deine Wangen nach dem Sport von Natur aus annehmen.
- Harmonie mit dem Lippenstift: Dein Rouge und dein Lippenstift sollten zur selben Farbfamilie gehören (z. B. kühles Pink zu kühlem Pink, warmer Pfirsich zu warmem Nude).
- Tageslicht nutzen: Teste Rouge idealerweise bei Tageslicht am Übergang zwischen Wange und Kieferknochen, nicht auf dem Handrücken (da die Haut dort meist einen anderen Ton hat).
Zusammenfassend gilt: Komplementärfarben bringen das Gesicht zum Strahlen. Wenn du unsicher bist, ist ein warmes Rosenholz oder ein Pfirsichton mit leichtem Gold-Glow oft ein „Universaltalent“, das fast jedem steht.