Wie verhindert man, dass die Wandfarbe beim Streichen zu stark tropft oder spritzt?
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Um zu verhindern, dass Wandfarbe beim Streichen übermäßig tropft oder spritzt, kommt es auf die Kombination aus der richtigen Vorbereitung, dem passenden Werkzeug und der korrekten Technik an.
Hier sind die wichtigsten Tipps:
1. Die richtige Farbwahl
- Qualität zahlt sich aus: Billige Dispersionsfarben sind oft dünnflüssiger und spritzen mehr. Hochwertige Farben haben eine höhere Deckkraft und eine bessere Konsistenz.
- „Tropfgehemmte“ oder „thixotrope“ Farben: Achten Sie beim Kauf auf diese Begriffe. Diese Farben sind im Eimer eher gelartig und werden erst durch die Bewegung beim Streichen flüssiger. Das reduziert das Kleckern enorm.
2. Das richtige Werkzeug
- Die Walze: Nutzen Sie für glatte Wände Kurzflor-Walzen (z. B. aus Mikrofaser oder Polyamid). Diese nehmen die Farbe gleichmäßig auf und geben sie kontrolliert ab. Billige Lammfell-Imitate neigen eher zum Spritzen.
- Das Abstreifgitter: Das ist das wichtigste Utensil! Tunken Sie die Rolle nicht einfach in die Farbe, sondern rollen Sie sie danach mehrmals über das Gitter, bis die Farbe gleichmäßig in der Walze verteilt ist und nichts mehr tropft.
- Teleskopstange: Auch bei niedrigen Wänden hilft eine Teleskopstange. Sie ermöglicht eine gleichmäßigere Kraftverteilung und einen größeren Abstand zur Wand, wodurch man ruhiger und kontrollierter arbeitet.
3. Die Technik (Weniger ist mehr)
- Nicht zu viel Farbe: Der häufigste Fehler ist eine überladene Walze. Die Rolle sollte „satt“ mit Farbe gefüllt sein, aber nicht triefen.
- Rollgeschwindigkeit: Wer zu schnell rollt, erzeugt Fliehkräfte – die Farbe wird förmlich von der Rolle geschleudert (feiner Sprühnebel). Streichen Sie mit mäßigem Tempo und gleichmäßigem Druck.
- Die „W“-Technik: Streichen Sie die Farbe zuerst in Form eines großen „W“ oder „M“ auf die Wand und verteilen Sie sie dann quer dazu (Kreuzgang). So wird die Farbe gleichmäßig verteilt, ohne dass man an einer Stelle zu viel Material hat, das herunterlaufen könnte.
4. Vorbereitung der Farbe
- Richtiges Aufrühren: Rühren Sie die Farbe vor Beginn gründlich um, damit sich die Pigmente und Bindemittel verbinden.
- Vorsicht beim Verdünnen: Wenn Sie die Farbe mit Wasser verdünnen (z. B. für den Grundanstrich), tun Sie dies sehr sparsam (maximal 5–10 %). Je wässriger die Farbe, desto stärker spritzt sie.
5. Sauberes Umfeld
- Abkleben und Abdecken: Auch Profis kleckern. Nutzen Sie Malervlies (mit Plastikbeschichtung unten), da dieses Tropfen aufsaugt, während sie auf einfacher Folie stehen bleiben und man sie mit den Schuhen in der ganzen Wohnung verteilt.
- Abstreifkante: Kleben Sie einen Streifen Kreppband quer über die Öffnung des Farbeimers. Dort können Sie den Pinsel abstreifen, ohne dass Farbe in den Rand des Eimers läuft (was später beim Schließen zu Sauerei führt).
Ein Extra-Tipp für Pinsel:
Tunken Sie den Pinsel nur zu etwa einem Drittel in die Farbe ein. Klopfen Sie ihn danach leicht am inneren Rand des Eimers ab, anstatt ihn fest abzustreichen. So bleibt die Farbe in den Borstenkapillaren und läuft nicht am Stiel herunter.