Wie verhindert man bei der Lagerung einer Gießkanne die Bildung von Algen oder Ablagerungen?
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Um Algenbildung und Ablagerungen in einer Gießkanne zu verhindern, ist die Kombination aus dem Entzug von Licht, Feuchtigkeit und Nährstoffen entscheidend.
Hier sind die effektivsten Strategien für die Lagerung:
1. Restlose Entleerung und Trocknung
Der wichtigste Schritt ist, die Kanne nach jedem Gebrauch komplett zu leeren.
- Über Kopf lagern: Stellen Sie die Gießkanne umgedreht auf (z. B. auf zwei Leisten oder schräg an eine Wand), damit restliches Wasser vollständig ablaufen kann und Luft im Inneren zirkuliert.
- Tülle abnehmen: Falls die Gießkanne einen abnehmbaren Brausekopf hat, ziehen Sie diesen ab. In dem engen Rohr der Tülle bleibt oft Wasser stehen, was ideal für Algen und Bakterien ist.
2. Der richtige Lagerort
Algen benötigen Licht für die Photosynthese.
- Dunkel lagern: Bewahren Sie die Gießkanne in einem Schuppen, einer Garage oder einer dunklen Kiste auf.
- Keine direkte Sonne: Wenn die Kanne draußen stehen muss, dann unbedingt im Schatten. Transparente oder helle Kunststoffkannen sind besonders anfällig für Algenwuchs, da Licht durch die Wände dringt.
3. Regelmäßige Reinigung
Ablagerungen (wie Kalk oder Biofilme) bieten eine raue Oberfläche, an der Algen besser haften können.
- Ausspülen: Spülen Sie die Kanne einmal pro Woche mit einem kräftigen Wasserstrahl aus.
- Essig oder Zitronensäure: Gegen Kalkablagerungen hilft eine Mischung aus Wasser und Essigessenz oder Zitronensäure. Einwirken lassen, mit einer Flaschenbürste nachhelfen und gründlich ausspülen.
- Sand-Methode: Wenn das Innere bereits veralgt ist: Etwas Sand und Wasser in die Kanne geben und kräftig schütteln. Der Sand wirkt wie ein Peeling und löst die Beläge mechanisch.
4. Die Wahl des Wassers
- Regenwasser vs. Leitungswasser: Regenwasser enthält oft bereits Algensporen und organische Stoffe aus der Dachrinne. Wenn Sie Regenwasser nutzen, ist die regelmäßige Reinigung umso wichtiger.
- Kein abgestandenes Wasser: Lassen Sie Wasser niemals über Tage oder Wochen in der Kanne stehen, besonders nicht bei sommerlichen Temperaturen.
5. Ein "Geheimtipp" aus der Gartenpraxis: Kupfer
Kupfer hat eine leicht algizide (algentötende) Wirkung.
- Manche Gärtner legen ein Stück Kupferblech oder ein paar saubere Kupfer-Cent-Münzen (die 1-, 2- und 5-Cent-Stücke haben einen Stahlkern mit Kupferbeschichtung) in die Gießkanne. Dies kann das Algenwachstum hemmen, ersetzt aber nicht die regelmäßige Leerung. Hinweis: Bei sehr saurem Regenwasser sollte man vorsichtig sein, da sich zu viel Kupfer lösen könnte, was für manche Pflanzen empfindlich sein kann.
6. Materialwahl beim Neukauf
- Dunkle Kunststoffe: Schwarze oder dunkelgrüne Kannen lassen weniger Licht durch als gelbe oder weiße.
- Zinkkannen: Klassische Gießkannen aus verzinktem Metall sind meist lichtundurchlässig und haben durch das Material eine leicht antibakterielle Wirkung, was Algenbildung erschwert.
Zusammenfassend: Die Gießkanne sollte leer, trocken, dunkel und idealerweise über Kopf gelagert werden. Damit haben Algen keine Chance.