Wie oft am Tag darf Milchzahn-Gel maximal verwendet werden?
Wie oft ein Zahnungsgel angewendet werden darf, hängt entscheidend von den Inhaltsstoffen des jeweiligen Produkts ab. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen zwei Arten:
1. Gels mit lokalanästhetischen Wirkstoffen (z. B. Lidocain)
Diese Gels (wie z. B. Dentinox) betäuben die Stelle leicht. Da der Wirkstoff Lidocain bei Überdosierung (wenn das Baby zu viel davon verschluckt) den Körper belasten kann, ist die Anwendung streng begrenzt.
- Häufigkeit: In der Regel 2- bis maximal 3-mal täglich.
- Wichtig: Verwenden Sie nur eine erbsengroße Menge.
2. Pflanzliche oder homöopathische Gels
Diese Gels basieren oft auf Kamille, Nelkenöl, Salbei oder anderen natürlichen Stoffen (z. B. Osa Pflanzen-Zahngel, Weleda, Multi-Mam Baby-Zahnungsgel).
- Häufigkeit: Diese können meist etwas häufiger angewendet werden, oft bis zu 3- bis 5-mal täglich oder bei Bedarf (siehe Packungsbeilage).
- Vorteil: Sie sind oft zuckerfrei und enthalten keinen betäubenden Wirkstoff, der in den Blutkreislauf übergeht.
Wichtige allgemeine Regeln:
- Beipackzettel lesen: Die exakte Höchstdosis steht immer in der Packungsbeilage des jeweiligen Produkts.
- Nach dem Essen/vor dem Schlafen: Es ist am sinnvollsten, das Gel nach dem Essen oder direkt vor dem Schlafengehen aufzutragen, damit es nicht sofort wieder durch Speichel oder Nahrung weggespült wird.
- Saubere Finger: Tragen Sie das Gel mit einem frisch gewaschenen Finger oder einem Wattestäbchen auf und massieren Sie es leicht ein.
- Alternativen nutzen: Bevor Sie zum Gel greifen, können Sie auch Beißringe (gekühlt, aber nicht gefroren!), einen kühlen Waschlappen oder eine sanfte Kiefermassage probieren.
Wann zum Arzt? Wenn das Kind zusätzlich hohes Fieber oder Durchfall hat, liegt meist kein einfaches Zahnen vor, sondern ein Infekt. In diesem Fall sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.
Hinweis: Diese Information dient der allgemeinen Aufklärung und ersetzt keine ärztliche oder apothekerliche Beratung.