Wie lange darf ein Pflaster maximal auf der Haut verbleiben?

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Die Antwort hängt stark von der Art des Pflasters und dem Zustand der Wunde ab. Hier sind die wichtigsten Faustregeln:

1. Standard-Pflaster (Wundschnellverband)

  • Empfehlung: Täglich wechseln.
  • Grund: Normale Pflaster dienen vor allem dem Schutz vor Schmutz und Reibung. Sie saugen Wundsekret auf. Wenn das Polster feucht oder vollgesogen ist, wird es zu einem Nährboden für Bakterien. Zudem sollte die Wunde einmal am Tag kurz begutachtet werden, um Anzeichen einer Entzündung zu erkennen.

2. Wasserfeste Pflaster oder Duschpflaster

  • Empfehlung: Ebenfalls täglich oder nach Bedarf wechseln, sobald sie sich lösen.
  • Besonderheit: Da sie keine Luft an die Haut lassen, "weicht" die Haut darunter schneller auf (Mazeration). Das kann die Heilung verzögern, wenn es zu lange getragen wird.

3. Hydrokolloid-Pflaster (z. B. Blasenpflaster oder spezielle Wundauflagen)

  • Empfehlung: Können mehrere Tage (bis zu 7 Tage) auf der Haut bleiben.
  • Besonderheit: Diese Pflaster sind für die "feuchte Wundheilung" gedacht. Man lässt sie meist so lange darauf, bis sie sich von selbst an den Rändern lösen oder sich eine deutliche weißliche Blase unter dem Pflaster gebildet hat (das ist das Gel, das die Wundflüssigkeit bindet).

Wann Sie ein Pflaster sofort wechseln sollten:

Unabhängig von der Zeitspanne muss ein Pflaster getauscht werden, wenn:

  • es nass geworden ist (beim Händewaschen oder Duschen).
  • es verschmutzt ist.
  • es durchgeblutet oder mit Wundsekret vollgesogen ist.
  • die Klebekraft nachlässt und es lose herabhängt.
  • die Haut darunter anfängt zu jucken oder zu brennen (Anzeichen für eine Pflasterallergie).

Warum sollte man ein Pflaster nicht zu lange tragen?

  • Infektionsgefahr: Ein altes, feuchtes Pflaster ist ein idealer Ort für Keime.
  • Hautaufweichung: Wenn die Haut zu lange unter Feuchtigkeit eingeschlossen ist, wird sie weißlich und weich (wie nach einem langen Bad). Dies macht die Haut anfälliger für Verletzungen und Bakterien.
  • Klebereste/Reizung: Der Klebstoff kann bei zu langer Tragezeit die Haut reizen oder sich so fest verbinden, dass das Abziehen schmerzhaft wird.

Tipp: Wenn die Wunde bereits gut verkrustet ist und nicht mehr nässt oder an Kleidung reibt, ist es oft sinnvoll, das Pflaster ganz wegzulassen, damit die Haut an der frischen Luft regenerieren kann.

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