Wie lagert man angebrochene Säcke mit Grillkohle richtig, um zu verhindern, dass sie Feuchtigkeit zieht und schlechter brennt?
Grillkohle ist hygroskopisch, das heißt, sie zieht Feuchtigkeit förmlich aus der Luft an. Feuchte Kohle lässt sich schwer entzünden, raucht stark und erreicht nicht die notwendigen Temperaturen.
Hier sind die besten Tipps, um angebrochene Säcke richtig zu lagern:
1. Der wichtigste Schutz: Luftdichte Behälter
Die Original-Papiersäcke sind nicht dampfdicht. Wenn Sie die Kohle langfristig schützen wollen, füllen Sie sie um:
- Plastiktonnen mit Deckel: Ideal sind große Weithalsfässer oder die klassischen "Oskar-Tonnen" aus dem Baumarkt.
- Wasserdichte Boxen: Euroboxen mit Dichtung oder einfache Aufbewahrungsboxen aus Kunststoff funktionieren gut.
- Große Ziploc-Beutel: Für kleinere Mengen Grillkohle oder Briketts sind extra große Druckverschlussbeutel perfekt.
2. Den Originalsack richtig verschließen
Falls Sie keinen Behälter nutzen möchten, sollten Sie den Sack so gut wie möglich abdichten:
- Rollen und Fixieren: Rollen Sie die Öffnung des Sacks so eng wie möglich nach unten, um die eingeschlossene Luft zu minimieren.
- Klammern oder Klebeband: Fixieren Sie die Rolle mit starken Foldback-Klammern (Büroklammern) oder breitem Panzertape.
- Zusätzliche Mülltüte: Stecken Sie den angebrochenen Sack in einen stabilen Müllsack und verknoten Sie diesen luftdicht.
3. Der richtige Lagerort
- Trockenheit ist Pflicht: Garage, Dachboden oder ein trockener Keller sind geeignet.
- Weg vom Boden: Lagern Sie die Kohle niemals direkt auf dem Betonboden (z. B. in der Garage). Beton "schwitzt" oft, und die Kohle zieht die Feuchtigkeit von unten auf. Stellen Sie den Sack auf eine Holzpalette, in ein Regal oder auf ein paar Bretter.
- Nicht draußen lagern: Auch unter einer Abdeckung zieht die Kohle im Freien durch die nächtliche Luftfeuchtigkeit Feuchtigkeit.
4. Was tun, wenn die Kohle doch feucht geworden ist?
Sollte die Kohle klamm sein, werfen Sie sie nicht weg:
- In der Sonne trocknen: Breiten Sie die Kohle an einem heißen, sonnigen Tag auf einer sauberen Unterlage flach aus.
- Restwärme nutzen: Wenn Sie den Grill nach dem Grillen auskühlen lassen, können Sie die feuchte Kohle (in einer Schale, nicht direkt in der Glut!) danebenstellen, damit die Restwärme die Feuchtigkeit austreibt (Vorsicht: Brandgefahr, nur unter Aufsicht!).
Profi-Tipp:
Legen Sie ein paar Päckchen Silica-Gel (die kleinen Beutel, die oft in Schuhkartons liegen) oben in den Behälter oder den Sack. Diese binden die restliche Luftfeuchtigkeit im Inneren.
Fazit: Am besten fährst du mit einer fest schließenden Kunststofftonne im trockenen Keller oder der Garage. So bleibt die Kohle auch über den Winter staubtrocken und zündet im nächsten Frühjahr sofort.