Wie funktioniert die Kaffeezubereitung mit einer Kapselmaschine?
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Die Kaffeezubereitung mit einer Kapselmaschine ist ein hochgradig automatisierter Prozess, der darauf ausgelegt ist, mit minimalem Aufwand ein konstantes Ergebnis zu erzielen. Das System basiert auf der Idee der Portionierung und der Konservierung von Aromen.
Hier ist der genaue Ablauf, unterteilt in die mechanischen und physikalischen Schritte:
1. Vorbereitung
- Wassertank: Zuerst muss der Wassertank gefüllt sein.
- Aufheizen: Nach dem Einschalten erhitzt ein sogenannter Thermoblock (ein Durchlauferhitzer) das Wasser innerhalb weniger Sekunden auf die ideale Brühtemperatur (meist zwischen 86 °C und 93 °C).
2. Das Einlegen der Kapsel
- Man legt die Kapsel in die vorgesehene Halterung. Die Kapsel selbst besteht meist aus Aluminium oder Kunststoff und ist luftdicht versiegelt, damit das Kaffeemehl frisch bleibt.
- Beim Schließen des Hebels wird die Kapsel mechanisch fixiert. Dabei geschieht Folgendes:
- An der Rückseite (der schmalen Seite) wird die Kapsel von Dornen durchstochen. Hier tritt später das heiße Wasser ein.
- An der Vorderseite (der flachen Seite mit der Folie) wird die Kapsel gegen eine Pyramidenplatte oder ein Sieb gedrückt.
3. Der Brühvorgang (Extraktion)
- Sobald man die Taste drückt, saugt eine elektrische Pumpe das heiße Wasser aus dem Thermoblock an.
- Hochdruck: Das Wasser wird mit hohem Druck (bei Espresso-Systemen wie Nespresso oft bis zu 19 bar) in die Kapsel gepresst.
- Perforation durch Druck: Durch den steigenden Innendruck in der Kapsel wird die Aluminiumfolie an der Vorderseite gegen die Pyramidenplatte gepresst, bis sie an den Sollbruchstellen kontrolliert aufreißt.
- Das Wasser fließt nun gleichmäßig durch das Kaffeemehl in der Kapsel. Dabei werden die Öle, Aromen und Farbstoffe extrahiert.
4. Der Auslauf
- Der fertige Kaffee fließt durch das Sieb der Maschine direkt in die Tasse.
- Durch den hohen Druck entsteht bei Espresso-Kapseln die typische Crema (der goldbraune Schaum obenauf), da Gase und Öle emulgiert werden.
5. Entsorgung
- Nach dem Brühvorgang öffnet man den Hebel. Die verbrauchte Kapsel fällt mechanisch in einen Auffangbehälter. Sie ist nun perforiert und nass.
Warum schmeckt der Kaffee immer gleich?
Das Geheimnis der Kapselmaschine ist die Standardisierung:
- Mahlgrad: Der Kaffee in der Kapsel ist exakt auf den Druck der Maschine abgestimmt.
- Menge: Jede Kapsel enthält die exakt gleiche Menge Kaffeemehl (ca. 5–7 Gramm für einen Espresso).
- Frische: Da die Kapseln hermetisch versiegelt sind, oxidiert der Kaffee nicht. Das Aroma bleibt über Monate stabil.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Vorteile:
- Schnelligkeit: In weniger als einer Minute ist der Kaffee fertig.
- Sauberkeit: Kein hantieren mit Kaffeepulver, kaum Reinigung nötig.
- Vielfalt: Man kann für jede Tasse eine andere Sorte wählen.
Nachteile:
- Preis: Der Kilopreis für Kaffee in Kapseln ist deutlich höher als bei ganzen Bohnen oder Pulver (oft 60 €/kg und mehr).
- Umwelt: Es entsteht viel Müll (Aluminium oder Kunststoff), falls die Kapseln nicht recycelt oder kompostiert werden.
- Systembindung: Man ist oft an die Kapselform des Herstellers gebunden.