Wie erkennt man, ob Kopierpapier für den beidseitigen Duplex-Druck geeignet ist?
Ob Kopierpapier für den beidseitigen Druck (Duplex) geeignet ist, lässt sich an verschiedenen technischen Merkmalen und Kennzeichnungen auf der Verpackung erkennen.
Hier sind die wichtigsten Faktoren, auf die du achten solltest:
1. Die Opazität (Lichtundurchlässigkeit)
Das ist das wichtigste Kriterium für Duplex-Druck. Die Opazität gibt an, wie wenig das Druckbild der Vorderseite auf der Rückseite durchscheint.
- Woran man es erkennt: Auf hochwertigen Papierpackungen steht oft ein Prozentwert für die Opazität.
- Richtwert: Für beidseitigen Druck sollte die Opazität über 90 % liegen. Je höher der Wert (nahe 100 %), desto weniger scheint der Text der Gegenseite durch.
2. Die Grammatur (Flächengewicht)
Dünnes Papier wellt sich bei hoher Tinten- oder Toneraufnahme schneller.
- Standard: Normales Kopierpapier hat meist 80 g/m². Das ist für einfachen Text-Duplex meist ausreichend.
- Empfehlung: Wenn du Grafiken oder Bilder beidseitig druckst, solltest du zu 90 g/m² oder 100 g/m² greifen. Das Papier ist stabiler und scheint weniger durch.
3. Spezielle Kennzeichnungen und Symbole
Die Hersteller drucken oft Piktogramme auf die Verpackung, um die Eignung anzuzeigen:
- Duplex-Symbol: Ein Icon, das zwei bedruckte Seiten oder ein Blatt mit einem gebogenen Pfeil zeigt.
- Bezeichnungen: Begriffe wie "Duplex-fähig", "Double-sided" oder "CIE-Weiße" (hohe Weiße deutet oft auf eine bessere Beschichtung hin) geben Hinweise.
- Geräte-Eignung: Wenn das Papier als "Multifunktionspapier" oder "High-Speed-Copy" ausgezeichnet ist, ist es meist so glatt und stabil, dass es den zweiten Durchlauf im Drucker ohne Papierstau übersteht.
4. Laufstabilität und Feuchtigkeitsgehalt
Papier für Duplex-Druck muss hitzebeständig und dimensionsstabil sein. Wenn Papier einseitig durch den Laserdrucker läuft, wird es stark erhitzt, verliert Feuchtigkeit und krümmt sich leicht ("Curling").
- Gutes Duplex-Papier ist so vorbehandelt, dass es sich nach dem ersten Durchgang kaum verformt, damit es beim automatischen Wenden im Drucker nicht zu einem Papierstau kommt.
5. Der Praxistest (wenn keine Packung vorliegt)
Wenn du nur ein einzelnes Blatt hast:
- Sichtprüfung: Halte das Papier gegen das Licht. Wenn du deine Hand dahinter deutlich als Schatten siehst, ist es für Duplex-Druck mit vielen Bildern eher ungeeignet.
- Haptik: Billiges Papier fühlt sich oft rau oder sehr "labbelig" an. Hochwertiges Duplex-Papier ist meist glatter gestrichen, was den Einzug im Drucker verbessert.
Zusammenfassung: Das ideale Duplex-Papier
Wenn du sichergehen willst, achte beim Kauf auf:
- Grammatur: 80 g/m² (Minimum) bis 100 g/m² (Ideal).
- Opazität: Mindestens 90 %.
- Hinweis: "Für Laser- und Inkjetdruck geeignet" (Multifunktionspapier).
- Zertifikate: Papiere mit dem ColorLok-Logo trocknen schneller, was besonders beim Tintenstrahl-Duplex Schmierereien verhindert.