Wie bestimmt man den eigenen Hautunterton, um die dazu passende Haarfarbe auszuwählen?
Die Bestimmung des Hautuntertons ist der entscheidende Schritt, um eine Haarfarbe zu finden, die dein Gesicht zum Strahlen bringt, anstatt dich blass oder "verwaschen" aussehen zu lassen.
Hier ist ein Leitfaden, wie du deinen Unterton bestimmst und welche Haarfarben dazu passen.
1. Wie bestimme ich meinen Hautunterton?
Es gibt vier einfache Tests, die du zu Hause vor dem Spiegel (bei natürlichem Tageslicht!) machen kannst:
A. Der Venen-Test
Schau dir die Venen an der Innenseite deines Handgelenks an:
- Blau oder Violett: Du hast einen kühlen Unterton.
- Grünlich: Du hast einen warmen Unterton.
- Blau-Grün / Nicht definierbar: Du hast wahrscheinlich einen neutralen Unterton.
B. Der Schmuck-Test
Welcher Schmuck lässt deine Haut lebendiger aussehen (unabhängig von deinem Geschmack)?
- Silber steht dir besser: Kühler Unterton.
- Gold steht dir besser: Warmer Unterton.
- Beides sieht gut aus: Neutraler Unterton.
C. Der Weiß-Test
Halte dir ein reinweißes Tuch oder ein Blatt Papier neben das ungeschminkte Gesicht:
- Deine Haut wirkt neben dem Weiß bläulich oder rosa: Kühler Unterton.
- Deine Haut wirkt neben dem Weiß gelblich oder pfirsichfarben: Warmer Unterton.
- Deine Haut wirkt eher grau oder olivfarben: Oft ein Zeichen für einen neutralen oder olivfarbenen Unterton.
D. Reaktion auf die Sonne
- Du bekommst schnell einen Sonnenbrand und wirst kaum braun: Kühler Unterton.
- Du wirst schnell braun und hast selten einen Sonnenbrand: Warmer Unterton.
2. Welche Haarfarbe passt zu welchem Unterton?
Sobald du deinen Typ kennst, kannst du die passende Farbfamilie wählen. Die Grundregel lautet meist: Gleiches zu Gleichem (Kühle Töne zu kühler Haut, warme Töne zu warmer Haut).
A. Kühler Hautunterton (Rosa, Blau, Rot)
Ziel ist es, die Rötungen der Haut zu neutralisieren und Frische zu verleihen.
- Blondtöne: Platinblond, Aschblond, Champagner, Eisblond.
- Brauntöne: Aschbraun, kühles Espresso, Schwarzbraun.
- Rottöne: Bordeaux, Kirschrot, kühles Kupfer (eher ins Violette gehend).
- Vermeiden: Goldblond, Kupferorange oder warme Honigtöne (diese können dich kränklich wirken lassen).
B. Warmer Hautunterton (Gelb, Gold, Pfirsich)
Ziel ist es, den goldenen Schimmer der Haut zu betonen.
- Blondtöne: Honigblond, Goldblond, Karamell, Erdbeerblond.
- Brauntöne: Goldbraun, Kastanie, Schokobraun, Mocha.
- Rottöne: Kupfer, Rostrot, warmes Auburn.
- Vermeiden: Aschige Töne, Platin oder Blauschwarz (diese lassen die Haut oft fahl oder gräulich erscheinen).
C. Neutraler Hautunterton
Glückwunsch! Dir steht fast alles. Du kannst sowohl in die kühle als auch in die warme Richtung gehen.
- Tipp: Orientiere dich an deiner Augenfarbe. Hast du eher kühle blaue Augen? Wähle kühle Töne. Hast du warme braune oder grüne Augen? Wähle warme Töne.
3. Profi-Tipps für die Farbwahl
- Kontrast beachten: Wenn du sehr helle Haut hast, kann ein zu dunkles Schwarz dich sehr hart wirken lassen. Wenn du einen dunklen Teint hast, können zu helle Strähnen unnatürlich wirken.
- Augenfarbe einbeziehen:
- Blaue/Graue Augen: Harmonieren wunderbar mit kühlen Tönen.
- Braune/Bernsteinfarbene Augen: Leuchten bei warmen Gold- und Kupfertönen besonders stark.
- Grüne Augen: Werden durch Rottöne (Komplementärfarbe!) extrem betont.
- Die "Zwei-Nuancen-Regel": Wenn du selbst färbst, bleibe maximal zwei Nuancen heller oder dunkler als deine Naturhaarfarbe, um ein natürliches Ergebnis zu erzielen.
Zusammenfassend: Wenn deine Haut eher "rosig" ist, greif zu aschigen/kühlen Farben. Wenn deine Haut eher "golden" wirkt, greif zu warmen/goldenen Farben.