Wer entwarf die markante, spinnennetzartige Zeltdachkonstruktion des Münchner Olympiaparks?
Bearbeiten
Löschen
Die markante, spinnennetzartige Zeltdachkonstruktion des Münchner Olympiaparks war ein Gemeinschaftswerk mehrerer Experten. Die Hauptverantwortlichen waren:
- Günter Behnisch (Behnisch & Partner): Er war der Architekt des gesamten Olympiaparks. Sein Entwurf sah eine „demokratische“ Architektur vor, die sich leicht und transparent in die künstliche Hügellandschaft einfügt.
- Frei Otto: Er war der weltweit führende Spezialist für leichte Flächentragwerke und Zelte. Er wurde von Behnisch hinzugezogen, um die visionäre Idee des Zeltdachs technisch und gestalterisch umzusetzen.
- Fritz Leonhardt (Leonhardt, Andrä und Partner): Der renommierte Bauingenieur war zusammen mit Jörg Schlaich für die statische Berechnung und die tatsächliche Konstruktion der damals beispiellosen Seilnetzstruktur verantwortlich.
Hintergrund: Zum Zeitpunkt der Planung (späte 1960er Jahre) galt eine solche Konstruktion in dieser Größenordnung als eigentlich unbaubar. Die statischen Berechnungen waren so komplex, dass sie Pionierarbeit im Bereich des computergestützten Designs darstellten. Das Dach besteht aus einem Geflecht von Stahlseilen, auf denen lichtdurchlässige Acrylglasplatten befestigt sind.