Welches Gerät gilt historisch gesehen als das allererste Smartphone der Welt?

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Als das allererste Smartphone der Welt gilt der IBM Simon Personal Communicator.

Hier sind die wichtigsten Details zu diesem wegweisenden Gerät:

  • Vorstellung und Markteinführung: Der IBM Simon wurde bereits 1992 auf der Mobilfunkmesse COMDEX als Prototyp (Codename „Angler“) gezeigt. Er kam am 16. August 1994 in den USA auf den Markt.
  • Hersteller: Er wurde von IBM entwickelt und von Mitsubishi Electric gefertigt. Der Vertrieb erfolgte über das Mobilfunkunternehmen BellSouth.
  • Funktionen: Für die damalige Zeit war das Gerät revolutionär. Es kombinierte die Funktionen eines Mobiltelefons mit denen eines PDA (Personal Digital Assistant). Man konnte damit nicht nur telefonieren, sondern auch:
    • E-Mails senden und empfangen.
    • Faxnachrichten verschicken.
    • Einen Kalender und ein Adressbuch verwalten.
    • Notizen schreiben.
    • Einen Taschenrechner und eine Weltzeituhr nutzen.
  • Hardware: Der Simon besaß keine physische Tastatur, sondern einen länglichen, monochromen LCD-Touchscreen, der mit einem mitgelieferten Stift (Stylus) bedient wurde.

Wissenswertes zum Begriff: Obwohl der IBM Simon technisch gesehen das erste Smartphone war, wurde der Begriff „Smartphone“ damals noch nicht verwendet. IBM nannte es einen „Personal Communicator“. Der Begriff „Smartphone“ wurde erst im Jahr 2000 von der Firma Ericsson für das Modell Ericsson R380 als Marketingbegriff geprägt.

Der IBM Simon war seiner Zeit jedoch so weit voraus, dass er kein großer kommerzieller Erfolg wurde. Er war sehr klobig (etwa ein halbes Kilo schwer), der Akku hielt nur etwa eine Stunde und der Preis war mit ca. 900 US-Dollar (mit Vertrag) extrem hoch. Dennoch legte er den Grundstein für die Geräte, die wir heute nutzen.