Welchen Stromanschluss benötigt ein standardmäßiger Elektroherd?

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Ein standardmäßiger Elektroherd (Kombination aus Kochfeld und Backofen) benötigt in Deutschland in der Regel einen Drehstromanschluss (umgangssprachlich oft „Starkstrom“ genannt).

Hier sind die technischen Details im Überblick:

1. Der Standardanschluss: Drehstrom (400V)

Dies ist die gängigste Anschlussart in Haushalten.

  • Spannung: 400 Volt (drei Phasen).
  • Absicherung: Der Herd wird im Sicherungskasten mit 3 x 16 Ampere abgesichert (drei Sicherungsautomaten, die oft mechanisch miteinander verbunden sind).
  • Kabel: Erforderlich ist ein 5-adriges Kabel mit einem Querschnitt von mindestens 2,5 mm² (Bezeichnung: NYM-J 5x2,5 mm²).
  • Anschlussdose: Der Herd wird fest an einer Herdanschlussdose angeschlossen. Er hat keinen normalen Stecker für die Steckdose.

2. Die Ausnahme: Wechselstrom (230V)

In alten Gebäuden liegt manchmal nur eine einzige Phase (230V) in der Küche.

  • Möglichkeit: Die meisten modernen Herde lassen sich durch „Brücken“ an den Anschlussklemmen des Herdes auch mit 230V betreiben.
  • Nachteil: Da nur eine Leitung zur Verfügung steht, ist die Gesamtleistung begrenzt. Schaltet man alle Herdplatten und den Ofen gleichzeitig ein, fliegt oft die Sicherung. Zudem heizen die Platten unter Umständen langsamer auf.
  • Absicherung: Hier ist meist eine Absicherung von 20 oder 25 Ampere nötig, was wiederum ein entsprechend dickes Kabel erfordert.

3. Besonderheit: Getrennte Geräte (Autarkes Kochfeld & Backofen)

Wenn das Kochfeld und der Backofen räumlich getrennt verbaut werden:

  • Das Kochfeld: Benötigt weiterhin den oben genannten Drehstromanschluss (400V).
  • Der Backofen: Viele moderne autarke Backöfen haben heute einen ganz normalen Schuko-Stecker (230V) und können an eine normale Steckdose angeschlossen werden (diese sollte jedoch einzeln abgesichert sein).

Wichtiger Sicherheitshinweis:

Die Installation eines Elektroherdes darf in Deutschland gesetzlich nur von einer ausgebildeten Elektrofachkraft durchgeführt werden.

  • Brandgefahr: Bei falschem Anschluss oder lockeren Klemmen können Kabelbrände entstehen.
  • Lebensgefahr: Es wird mit 400 Volt gearbeitet; Fehler beim Anschluss des Schutzleiters (PE) können das Gehäuse unter Strom setzen.
  • Versicherung: Im Schadensfall verweigern Versicherungen die Zahlung, wenn der Herd nicht fachmännisch angeschlossen wurde.
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