Welchen speziellen Kleister benötigt man für Vliestapeten?

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Für Vliestapeten benötigt man einen speziellen Vliestapetenkleister. Dieser unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung und Anwendung deutlich von normalem Tapetenkleister für Papiertapeten.

Hier sind die wichtigsten Punkte, die du wissen solltest:

1. Die Bezeichnung

Achte beim Kauf auf den Aufdruck „Vlies“ oder „Vliestapetenkleister“ auf der Packung. Bekannte Marken sind zum Beispiel Metylan Direct, Pufas Vlies-Kleber oder Eigenmarken von Baumärkten.

2. Warum spezieller Kleister?

  • Wandklebetechnik: Vliestapeten werden nicht eingekleistert, sondern die Wand wird mit dem Kleister bestrichen. Der Vliestapetenkleister ist so eingestellt, dass er beim Auftragen mit der Rolle kaum spritzt und gut an der Wand haftet.
  • Sofortige Haftung: Da das Vlies nicht quillt (formstabil ist), muss der Kleister eine hohe Anfangshaftung haben, damit die trockene Tapetenbahn sofort an der nassen Wand hält.
  • Rückstandsloses Abziehen: Vliestapeten sind meist „trocken abziehbar“. Der spezielle Kleister sorgt dafür, dass sich die Tapete Jahre später bahnenweise wieder von der Wand lösen lässt.

3. Besondere Merkmale (Tipp: Farbindikator)

Es gibt Vliestapetenkleister mit sogenannten Farbindikatoren (z. B. in Rosa). Der Kleister ist beim Auftragen leicht eingefärbt, damit du genau siehst, wo du schon gestrichen hast. Beim Trocknen wird er komplett transparent. Das ist besonders für Anfänger sehr hilfreich, um Fehlstellen zu vermeiden.

4. Fertigkleister vs. Pulver

  • Pulver zum Anrühren: Ist die günstigste und gängigste Variante. Es muss klumpenfrei in kaltes Wasser eingerührt werden und kurz quellen.
  • Gebrauchsfertiger Kleister: Diesen gibt es im Eimer zu kaufen. Er hat die perfekte Konsistenz und kann direkt verarbeitet werden – ideal, wenn man sich das Anrühren ersparen möchte.

Zusammenfassung der Anwendung:

  1. Die Wand (nicht die Tapete!) mit einer Kleisterrolle einkleistern.
  2. Die trockene Vliestapete direkt in das Kleisterbett einlegen.
  3. Anrücken, glätten, fertig. Keine Weichzeit nötig!

Wichtig: Achte darauf, dass der Untergrund sauber, trocken und fest ist. Bei stark saugenden Wänden (z. B. frischer Putz oder Gipskarton) solltest du vorher mit Tiefgrund grundieren.