Welchen praktischen Vorteil bietet der „Knick“ (die Gelenk-Struktur) bei vielen flexiblen Trinkhalmen, und wer hat ihn patentieren lassen?
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Der „Knick“ (die künstliche Gelenk-Struktur) bei flexiblen Trinkhalmen bietet einen entscheidenden praktischen Vorteil:
Der praktische Vorteil
Durch die Faltenbalg-Struktur lässt sich der Trinkhalm biegen, ohne dass das Rohr einknickt oder der Querschnitt verengt wird.
- Ungehinderter Fluss: Bei einem normalen, glatten Halm würde das Material beim Biegen kollabieren und den Durchfluss blockieren. Die Gelenk-Struktur sorgt dafür, dass die Flüssigkeit auch in angewinkeltem Zustand frei fließen kann.
- Ergonomie: Das ermöglicht es, aus einem Glas oder einer Flasche zu trinken, ohne den Kopf stark neigen oder das Gefäß anheben zu müssen. Dies ist besonders vorteilhaft für Kinder, bettlägerige Kranke oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen.
Der Erfinder und das Patent
Der flexible Trinkhalm wurde von dem US-Amerikaner Joseph B. Friedman erfunden.
- Die Inspiration: Friedman beobachtete in den 1930er Jahren seine kleine Tochter in einer Eisdiele. Sie hatte Schwierigkeiten, mit einem geraden Papier-Strohhalm aus einem hohen Glas zu trinken, da dieser zu lang war und beim Versuch, ihn zu biegen, einknickte.
- Das Patent: Er schob eine Schraube in den Halm und wickelte Garn um die Rillen, um das Papier in diese Form zu pressen. So entstand die Riffelung. Er ließ sich die Erfindung am 28. September 1937 patentieren (US-Patent Nr. 2.094.268).
- Die Vermarktung: Da kein bestehender Hersteller Interesse zeigte, gründete Friedman seine eigene Firma, die Flexible Straw Corporation. Kurioserweise wurden die Halme zuerst nicht für Limonaden, sondern für Krankenhäuser ein Riesenerfolg, da Patienten damit im Liegen trinken konnten.