Welche Zutaten sind für die Herstellung von Crème fraîche notwendig?
Melden
Für die Herstellung von Crème fraîche (insbesondere wenn man sie zu Hause selbst machen möchte) werden im Grunde nur zwei Zutaten benötigt:
- Sahne: Sie sollte einen hohen Fettgehalt haben (idealerweise mindestens 30 % Fett, also handelsübliche Schlagsahne). Wichtig ist, dass die Sahne nicht ultrahocherhitzt (H-Sahne) ist, da dies das Ergebnis beeinträchtigen kann. Frische Sahne aus dem Kühlregal funktioniert am besten.
- Milchsäurebakterien (Starterkultur): Um die Fermentierung zu starten, benötigt man eine Quelle für Milchsäurebakterien. Dafür gibt es zwei einfache Möglichkeiten für die Küche:
- Buttermilch: Etwa 1 bis 2 Esslöffel frische Buttermilch pro 200–250 ml Sahne.
- Alternativ: Man kann auch einen Löffel bereits fertige Crème fraîche oder Sauerrahm als „Starter“ verwenden.
Kurzanleitung zur Herstellung:
- Mischen: Verrühren Sie die Sahne mit der Buttermilch in einem sauberen Glasgefäß.
- Ruhen lassen: Decken Sie das Glas locker ab (z. B. mit einem Tuch oder dem Deckel, aber nicht luftdicht verschließen) und lassen Sie es bei Zimmertemperatur (ca. 20–24 °C) für etwa 12 bis 24 Stunden stehen. Je wärmer es ist, desto schneller geht es.
- Reifen: Sobald die Masse fest und leicht säuerlich geworden ist, rühren Sie sie einmal kurz um und stellen sie in den Kühlschrank. Dort wird sie noch etwas fester und hält sich etwa eine Woche.
Warum funktioniert das?
Die Milchsäurebakterien in der Buttermilch wandeln den Milchzucker in der Sahne in Milchsäure um. Dadurch gerinnt das Milcheiweiß kontrolliert, die Masse wird dickflüssig und erhält den typischen, leicht säuerlichen Geschmack.
Hinweis zur industriellen Herstellung: In der Molkerei werden der Sahne spezifische Laborkulturen (spezielle Stämme von Milchsäurebakterien) zugesetzt und die Temperatur sowie die Reifezeit exakt gesteuert, um ein standardisiertes Produkt zu erhalten. Das Grundprinzip bleibt jedoch gleich.