Welche Wirkstoffe sind typischerweise in Anti-Pickel-Gelen enthalten?

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Anti-Pickel-Gele enthalten eine Kombination aus Wirkstoffen, die darauf abzielen, Bakterien zu bekämpfen, Entzündungen zu hemmen, überschüssiges Fett zu lösen und die Poren zu befreien.

Hier sind die am häufigsten verwendeten Wirkstoffe, unterteilt nach ihrer Funktion:

1. Keratolytische Wirkstoffe (Hornlösend)

Diese Stoffe lösen abgestorbene Hautschüppchen, die die Poren verstopfen können.

  • Salicylsäure (BHA): Der Klassiker in fast jedem Anti-Pickel-Gel. Sie ist fettlöslich und kann daher tief in die Poren eindringen, um sie von innen zu reinigen. Sie wirkt zudem entzündungshemmend.
  • Fruchtsäuren (AHA) wie Glykolsäure oder Milchsäure: Sie wirken eher an der Hautoberfläche, verfeinern das Hautbild und helfen gegen Pickelmale.

2. Antibakterielle Wirkstoffe

Diese bekämpfen die Bakterien (Cutibacterium acnes), die für Entzündungen verantwortlich sind.

  • Benzoylperoxid (BPO): Ein sehr starker Wirkstoff (oft apothekenpflichtig). Er setzt Sauerstoff in den Poren frei, was die Bakterien abtötet. Vorsicht: BPO kann Textilien (Handtücher, Bettwäsche) bleichen.
  • Teebaumöl: Eine natürliche Alternative mit stark antimikrobieller Wirkung.
  • Zink (z. B. Zink-PCA): Wirkt antibakteriell und hilft dabei, die Talgproduktion zu regulieren.

3. Entzündungshemmende & Beruhigende Stoffe

Damit die Rötung und Schwellung schneller zurückgeht.

  • Niacinamid (Vitamin B3): Ein Allrounder, der die Hautbarriere stärkt, Rötungen reduziert und die Talgproduktion reguliert.
  • Panthenol (Provitamin B5) & Allantoin: Diese Stoffe beruhigen die Haut und fördern die Heilung, damit das Gel die betroffene Stelle nicht zu sehr austrocknet.
  • Bisabolol: Ein Wirkstoff aus der Kamille, der Entzündungen lindert.

4. Spezialwirkstoffe (oft verschreibungspflichtig)

Bei schwererer Akne kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die meist nur in Apotheken oder auf Rezept erhältlich sind:

  • Adapalen (ein Retinoid): Reguliert die Erneuerung der Hautzellen und verhindert, dass Poren verstopfen.
  • Azelainsäure: Wirkt gegen Bakterien, Entzündungen und hilft besonders gut gegen Pickelmale (postinflammatorische Hyperpigmentierung).

5. Mattierende Stoffe

  • Kieselerde (Silica) oder Tonerde (Kaolin): Diese werden oft beigemischt, um überschüssiges Fett sofort aufzusaugen und den Glanz zu mindern.

Wichtige Tipps zur Anwendung:

  1. Punktuelle Anwendung: Die meisten Gele sind als "Spot Treatment" gedacht. Man trägt sie nur direkt auf den Pickel auf, da sie die restliche Haut stark austrocknen können.
  2. Sonnenschutz: Viele dieser Wirkstoffe (besonders Salicylsäure, BPO und Retinoide) machen die Haut lichtempfindlicher. Tagsüber ist daher ein Sonnenschutz wichtig.
  3. Geduld: Ein Gel kann einen Pickel zwar austrocknen, aber Wunder über Nacht sind selten. Oft dauert es 2–3 Tage, bis eine deutliche Besserung eintritt.

Hinweis: Wenn du sehr empfindliche Haut hast oder unter schwerer Akne leidest, ist ein Besuch beim Hautarzt ratsam, bevor du zu starken Wirkstoffen wie Benzoylperoxid greifst.

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