Welche Vorteile bietet ein Kontaktgrill gegenüber einer herkömmlichen Bratpfanne?

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Ein Kontaktgrill bietet gegenüber einer herkömmlichen Bratpfanne mehrere spezifische Vorteile, die vor allem die Geschwindigkeit, die Gesundheit und den Komfort betreffen.

Hier sind die wichtigsten Punkte im Detail:

1. Zeitersparnis durch beidseitiges Grillen

Der größte Vorteil ist die Hitzeeinwirkung von oben und unten gleichzeitig.

  • Kein Wenden: Da das Grillgut von beiden Seiten gleichzeitig gegart wird, entfällt das Umdrehen.
  • Schnelligkeit: Die Garzeit reduziert sich in der Regel um etwa die Hälfte im Vergleich zur Pfanne. Ein Steak oder Hähnchenbrustfilet ist deutlich schneller fertig.

2. Gesünderes Garen (Low-Fat)

Kontaktgrills sind meist so konstruiert, dass die Grillplatten leicht geneigt sind oder Rillen haben.

  • Fettablauf: Überschüssiges Eigenfett des Fleisches läuft direkt in eine Auffangschale ab, anstatt dass das Grillgut im eigenen Saft oder Fett schwimmt.
  • Weniger Öl: Dank der Antihaftbeschichtung benötigt man oft gar kein oder nur sehr wenig zusätzliches Öl oder Butter zum Anbraten.

3. Sauberes Arbeiten

Beim Braten in der Pfanne sind Fettspritzer auf dem Herd und der Arbeitsplatte fast unvermeidlich, es sei denn, man nutzt einen Spritzschutzdeckel.

  • Geschlossenes System: Da der Kontaktgrill meist zugeklappt ist, bleiben die meisten Spritzer im Gerät.
  • Weniger Geruchsentwicklung: Durch das schnellere Verschließen der Poren und die geringere Menge an verbrennendem Fett in der Fläche entsteht oft weniger Rauch.

4. Gleichmäßiges Ergebnis und Textur

  • Typische Grillstreifen: Der Kontaktgrill verleiht dem Fleisch, Gemüse oder Sandwich das charakteristische Grillmuster (Branding), das für Röstaromen sorgt.
  • Kein Austrocknen: Durch die gleichzeitige Hitze von beiden Seiten wird die Feuchtigkeit im Inneren des Grillguts schneller eingeschlossen ("versiegelt"), wodurch Fleisch oft saftiger bleibt.

5. Vielseitigkeit (Panini-Effekt)

Eine Pfanne ist zwar vielseitig, aber bestimmte Dinge gelingen im Kontaktgrill deutlich besser:

  • Sandwiches & Paninis: Das gleichmäßige Pressen und Erhitzen macht Sandwiches außen knusprig und schmilzt den Käse im Inneren perfekt – das ist in einer Pfanne nur schwer mit manuellem Beschweren möglich.
  • Gemüse: Paprika, Zucchini oder Auberginen bekommen eine tolle Konsistenz ohne weich oder labberig zu werden.

6. Intelligente Funktionen (bei modernen Geräten)

Viele moderne Kontaktgrills (z. B. von Tefal oder Sage) verfügen über Sensoren:

  • Dickenmessung: Das Gerät erkennt, wie dick das Fleisch ist, und passt die Temperatur und Garzeit automatisch an.
  • Garstufen-Anzeige: Das Gerät gibt ein Signal, wenn das Steak "English", "Medium" oder "Durch" ist – eine Präzision, die in der Pfanne viel Erfahrung oder ein Thermometer erfordert.

Wann ist die Bratpfanne dennoch besser?

Trotz der Vorteile des Kontaktgrills hat die Pfanne in manchen Fällen die Nase vorn:

  • Saucenansatz: In der Pfanne kann man wunderbar mit Wein oder Fond ablöschen, um eine Sauce aus dem Bratensatz zu ziehen. Das geht beim Kontaktgrill nicht.
  • Platz: In eine große Pfanne passt oft mehr Grillgut (z.B. viele kleine Medallions) als auf die begrenzte Fläche eines Standard-Kontaktgrills.
  • Empfindliches Grillgut: Sehr weicher Fisch oder Spiegeleier lassen sich im Kontaktgrill nur schwer zubereiten (es sei denn, er lässt sich komplett aufklappen und als Tischgrill nutzen).

Fazit: Der Kontaktgrill ist ideal für eine schnelle, fettarme und unkomplizierte Küche, besonders für Kurzgebratenes und Sandwiches. Die Pfanne bleibt das Werkzeug der Wahl für Gerichte, bei denen Saucen oder viel Bewegung des Bratguts wichtig sind.