Welche Verschlussarten ermöglichen ein besonders schnelles Kassieren?

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Um den Kassiervorgang (Checkout) zu beschleunigen, kommt es vor allem darauf an, wie schnell Artikel erfasst, gesichert/entsichert und verpackt werden können.

Hier sind die effizientesten Verschlussarten und Technologien, unterteilt nach ihrer Funktion im Kassiervorgang:

1. RFID-Verschlüsse (Die schnellste Methode)

RFID (Radio-Frequency Identification) ist der aktuelle Goldstandard für Schnelligkeit.

  • Wie es funktioniert: In das Etikett oder den Verschluss des Produkts ist ein kleiner Chip integriert.
  • Vorteil beim Kassieren: Die Artikel müssen nicht einzeln gescannt werden. Es reicht, den gesamten Warenkorb in eine Lesezone (z. B. eine Wanne oder einen Tunnel) zu legen. Alle Artikel werden gleichzeitig („Pulk-Erfassung“) in Sekundenbruchteilen erfasst.
  • Beispiel: Decathlon nutzt dies sehr erfolgreich. Kunden legen ihre Ware einfach in eine Box, und der Gesamtpreis erscheint sofort.

2. Magnetische Warensicherung (Hard Tags)

Wenn es um Kleidung geht, verzögern Sicherungsetiketten oft den Vorgang.

  • Schnelle Verschlussart: Hochleistungsmagnet-Verschlüsse (Superlock).
  • Vorteil: Sie lassen sich mit einem Handgriff am Tresen durch einen starken Magnet-Löser entfernen.
  • Gegenteil: Mechanische Verschlüsse oder Schlösser, die erst mühsam aufgeschraubt oder mit Spezialschlüsseln entriegelt werden müssen, bremsen den Prozess massiv aus.

3. Akustomagnetische Klebesicherungen (Soft Tags)

  • Wie es funktioniert: Ein kleiner, flacher Klebestreifen, der oft direkt im oder am Produktverschluss angebracht ist.
  • Vorteil: Der Kassierer muss nichts entfernen. Der Verschluss wird einfach über ein Deaktivierungsfeld am Scanner gezogen. Das geschieht zeitgleich mit dem Scannen des Barcodes.

4. Easy-Open- und Wiederverschlusssysteme (Verpackung)

Dies betrifft vor allem den Bereich Selbstbedienung (Obst, Gemüse, lose Ware):

  • Druckverschlussbeutel (Ziploc): Ermöglichen dem Personal oder Kunden schnelles Öffnen zur Kontrolle und schnelles Verschließen.
  • Klebestreifen-Verschlüsse: Bei Tüten für Backwaren oder Obst. Ein kurzer Handgriff genügt, um die Tüte zu versiegeln, was schneller geht als das Verknoten von Plastiktüten.

5. Kontaktlose „Verschlüsse“ beim Bezahlen (NFC)

Obwohl es kein mechanischer Verschluss am Produkt ist, ist der „Verschluss“ des Kaufvertrags entscheidend:

  • NFC (Near Field Communication): Kontaktloses Bezahlen via Karte, Smartphone oder Smartwatch.
  • Vorteil: Es entfällt das Einstecken der Karte oder das Hantieren mit Bargeld, was den gesamten Kassiervorgang pro Kunde um 10 bis 30 Sekunden verkürzen kann.

Zusammenfassung: Was ist am schnellsten?

Für einen maximal schnellen Kassiervorgang ist die Kombination aus RFID-Tags (für die Erfassung) und NFC-Zahlung (für den Abschluss) unschlagbar. Hier muss der Mitarbeiter theoretisch kein einziges Produkt mehr physisch anfassen oder einen Barcode suchen.