Welche verschiedenen Honigsorten gibt es?

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Honig ist ein faszinierendes Naturprodukt, dessen Geschmack, Farbe und Konsistenz stark davon abhängen, welche Blüten die Bienen besucht haben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig (Waldhonig).

Hier ist eine Übersicht der wichtigsten und beliebtesten Honigsorten:

1. Beliebte Blütenhonige (Sortenhonige)

Diese Honige entstehen aus dem Nektar von Blüten. Wenn ein Honig nach einer bestimmten Pflanze benannt ist (z. B. „Rapshonig“), muss er zu einem Großteil (meist über 60 %) aus dieser Quelle stammen.

  • Rapshonig: Sehr hell (fast weiß), mild und feinsüß. Er kristallisiert sehr schnell und wird deshalb meist cremig gerührt. Er ist bei Kindern sehr beliebt.
  • Akazienhonig (Robinienhonig): Sehr hell, fast transparent und flüssig. Er hat ein sehr mildes, liebliches Aroma und bleibt durch seinen hohen Fruchtzuckergehalt sehr lange flüssig.
  • Lindenhonig: Hellgelb bis grünlich-weiß. Er hat ein sehr charakteristisches Aroma – leicht minzig, frisch und kräftig.
  • Heidehonig: Dunkelgelb bis rötlich-braun. Er ist eine Besonderheit, da er eine geleeartige Konsistenz hat und sehr kräftig, fast herb schmeckt.
  • Sonnenblumenhonig: Kräftig gelb mit einem typischen, leicht harzigen und aromatischen Geschmack. Er kristallisiert schnell zu einer butterartigen Konsistenz.
  • Löwenzahnhonig: Goldgelb, sehr intensiv im Duft und kräftig-würzig im Geschmack.
  • Kleehonig: Weiß bis hellbeige, sehr mild und feincremig. Oft aus Weißklee gewonnen.
  • Lavendelhonig: Ein heller, sehr aromatischer Honig aus Frankreich (Provence) mit einer feinen blumigen Note.

2. Waldhonig und Honigtauhonig

Dieser Honig wird nicht aus Nektar gewonnen, sondern aus Honigtau. Das sind zuckerhaltige Ausscheidungen von pflanzensaugenden Insekten (wie Blattläusen), die die Bienen von den Nadeln oder Blättern sammeln.

  • Waldhonig: Meist dunkelbraun, bleibt lange flüssig und schmeckt würzig, malzig und weniger süß als Blütenhonig. Er enthält oft viele Mineralstoffe.
  • Tannenhonig: Die „Königsklasse“ unter den Waldhonigen. Er ist fast schwarz, hat eine grünliche Nuance und schmeckt sehr kräftig, harzig und wenig süß. Er ist meist recht teuer, da er nicht jedes Jahr geerntet werden kann.

3. Mischhonige

Wenn Bienen verschiedene Pflanzen anfliegen, entstehen Mischungen, die oft nach der Jahreszeit benannt werden:

  • Frühtracht: Mischung aus den ersten Blüten des Jahres (Obstblüte, Löwenzahn, Raps). Meist hell und mild.
  • Sommertracht: Mischung aus Sommerblumen (Linde, Sonnenblume) und oft auch ersten Anteilen von Honigtau. Meist dunkler und kräftiger als die Frühtracht.

4. Besondere Honigspezialitäten

  • Manuka-Honig: Stammt aus Neuseeland von der Südseemyrte (Manuka). Er ist weltbekannt für seinen hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO) und wird oft für medizinische Zwecke oder zur Stärkung des Immunsystems genutzt.
  • Eukalyptushonig: Bekannt aus südlichen Ländern wie Spanien oder Australien. Er hat eine leicht karamellige Note und ist gut bei Erkältungen.

Wonach wählt man aus?

  • Süße & Milde: Akazie, Raps, Klee.
  • Aroma & Frische: Linde.
  • Kräftig & Würzig: Waldhonig, Kastanienhonig, Heidehonig.
  • Medizinisch/Besonders: Manuka.

Tipp: Wenn du regionalen Honig kaufst, unterstützt du die Bestäubungsleistung der Bienen in deiner direkten Umgebung!