Welche verschiedenen Härtegrade gibt es bei Zahnbürstenborsten?

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Bei Zahnbürstenborsten unterscheidet man in der Regel zwischen vier Haupt-Härtegraden. Die Wahl des richtigen Grades hängt stark von der Empfindlichkeit Ihres Zahnfleisches und Ihrer Putztechnik ab.

Hier sind die gängigen Härtegrade im Überblick:

1. Extraweich (Ultra-Soft / Sensitiv)

  • Eigenschaften: Sehr nachgiebige, feine Borsten.
  • Für wen geeignet?
    • Menschen mit akutem Zahnfleischbluten oder Entzündungen (Parodontitis).
    • Nach chirurgischen Eingriffen im Mundraum.
    • Bei freiliegenden, sehr schmerzempfindlichen Zahnhälsen.
  • Nachteil: Die Reinigungswirkung ist etwas geringer, weshalb man gründlicher und eventuell etwas länger putzen muss, um den gesamten Plaque zu entfernen.

2. Weich (Soft)

  • Eigenschaften: Flexibel genug, um das Zahnfleisch zu schonen, aber fest genug für eine gute Reinigung.
  • Für wen geeignet?
    • Dies ist der Härtegrad, den die meisten Zahnärzte empfehlen.
    • Ideal für fast jeden, da weiche Borsten auch in die Zahnfleischfurchen gelangen, ohne das Gewebe zu verletzen.
    • Verzeiht Anwendungsfehler (zu festes Aufdrücken).

3. Mittel (Medium)

  • Eigenschaften: Deutlich spürbarer Widerstand der Borsten.
  • Für wen geeignet?
    • Menschen mit vollkommen gesundem, unempfindlichem Zahnfleisch und einer sehr kontrollierten Putztechnik (wenig Druck).
  • Risiko: Bei zu festem Aufdrücken können mittlere Borsten das Zahnfleisch verletzen („wegputzen“) und den Zahnschmelz auf Dauer schädigen.

4. Hart (Hard)

  • Eigenschaften: Sehr steife Borsten, die kaum nachgeben.
  • Für wen geeignet?
    • Heutzutage werden harte Zahnbürsten für die Reinigung natürlicher Zähne kaum noch empfohlen.
    • Sie finden meist Anwendung bei der Reinigung von Zahnersatz (Prothesen) oder sehr starken Verfärbungen (in Ausnahmefällen).
  • Risiko: Sehr hohes Verletzungsrisiko für Zahnfleisch und Zahnschmelz.

Worauf Sie zusätzlich achten sollten:

  • Abgerundete Borsten: Unabhängig vom Härtegrad sollten die Enden der Borsten mikroskopisch abgerundet sein, um Kratzer im Schmelz zu vermeiden. Markenhersteller garantieren dies meist.
  • Kunststoff statt Natur: Verwenden Sie Borsten aus Nylon (Polyamid). Naturborsten haben einen hohlen Kern, in dem sich Bakterien schneller vermehren können, und sie brechen oft scharfkantig ab.
  • Die 3-Monats-Regel: Sobald sich die Borsten nach außen biegen, lässt die Reinigungswirkung nach und das Zahnfleisch kann gereizt werden. Spätestens dann (oder nach einer Erkältung/Infektion) sollte die Bürste gewechselt werden.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, greifen Sie im Zweifel immer zur weichen Variante. Sie schont die Substanz und reinigt bei korrekter Technik (kleine kreisende oder rüttelnde Bewegungen) völlig ausreichend.