Welche Pinselarten werden für die Acrylmalerei empfohlen?
Für die Acrylmalerei ist die Wahl der richtigen Pinsel entscheidend, da Acrylfarbe im Vergleich zu Öl oder Aquarell spezielle Eigenschaften hat (sie trocknet schnell, ist wasserbasiert und kann im trockenen Zustand recht hartnäckig sein).
Hier sind die am häufigsten empfohlenen Pinselarten, unterteilt nach Material und Form:
1. Das Material: Synthetik vs. Naturhaar
- Synthetikpinsel (Empfehlung Nr. 1): Dies ist die beste Wahl für Acryl. Synthetikfasern (meist Nylon oder Polyester) sind widerstandsfähig gegen die chemische Zusammensetzung der Acrylfarbe und behalten ihre Spannkraft auch im Wasser gut bei. Sie sind zudem leichter zu reinigen.
- Borstenpinsel (Schweinsborsten): Sie sind sehr steif und eignen sich hervorragend für dicke Farbaufträge (Impasto) oder um Strukturen zu erzeugen. Sie können jedoch im Wasser mit der Zeit weich werden und ihre Form verlieren.
- Echthaarpinsel (z.B. Marder): Für Acryl meist nicht empfohlen. Die Farbe kann die feinen Haare schnell ruinieren, und die Pinsel sind für die meist eher schwere Acrylfarbe zu weich.
2. Die wichtigsten Pinselformen und ihr Einsatz
Ein gutes Basisset sollte folgende Formen enthalten:
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Flachpinsel (Flat):
- Einsatz: Für breite Pinselstriche, zum Ausfüllen großer Flächen und für gerade Kanten.
- Besonderheit: Wenn man ihn auf die Kante dreht, kann man damit auch dünne Linien ziehen.
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Rundpinsel (Round):
- Einsatz: Für Details, Linien, Skizzen und Schnörkel.
- Besonderheit: Je nach Druck variiert die Linienstärke. Ein Muss für feine Arbeiten.
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Katzenzungenpinsel (Filbert):
- Einsatz: Eine Mischung aus flach und rund (vorne abgerundet). Ideal zum Verblenden von Farben, für weiche Übergänge und organische Formen wie Blütenblätter.
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Fächerpinsel (Fan):
- Einsatz: Zum Malen von Gras, Tannenbäumen, Wolken oder zum sanften Verblenden von Farbübergängen.
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Schlepper oder Linierer (Liner/Rigger):
- Einsatz: Sehr dünne, lange Borsten für extrem feine Linien, Unterschriften oder Grashalme.
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Breitpinsel (Gussow oder Lasurpinsel):
- Einsatz: Sehr breite, flache Pinsel für die Grundierung der Leinwand oder großflächige Hintergründe.
3. Der Pinselstiel
- Lange Stiele: Ideal für das Malen an der Staffelei. Sie ermöglichen es, mit etwas Abstand zum Bild zu arbeiten, um das Gesamtwerk besser im Blick zu behalten.
- Kurze Stiele: Besser geeignet für Detailarbeiten am Tisch oder wenn man sehr nah an der Leinwand arbeitet.
4. Wichtige Pflegetipps (Lebensversicherung für Pinsel)
Da Acrylfarbe wie Kunststoff trocknet, ist ein Pinsel ruiniert, sobald die Farbe darin hart wird.
- Feucht halten: Lassen Sie Pinsel während des Malens niemals trocken liegen. Wenn Sie sie gerade nicht benutzen, stellen Sie sie in ein Wasserglas (aber nicht tagelang auf den Borsten stehen lassen!).
- Gründlich reinigen: Nach dem Malen mit lauwarmem Wasser und spezieller Kernseife oder Pinselreiniger auswaschen, bis keine Farbreste mehr im Zwingenbereich (der Metallteil) sind.
- Trocknen: Pinsel liegend trocknen lassen oder mit den Haaren nach oben in ein Glas stellen. Niemals auf den Haaren stehend trocknen!
Fazit für Anfänger:
Kaufen Sie zu Beginn ein kleines Set aus hochwertigen Synthetikpinseln (je ein großer und mittlerer Flachpinsel, ein kleiner und mittlerer Rundpinsel sowie eine Katzenzunge). Es ist besser, 5 gute Pinsel zu haben als 20 billige, die Haare verlieren.