Welche Oberflächen im Badezimmer dürfen mit säurehaltigen Badreinigern geputzt werden?
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Säurehaltige Badreiniger (die z. B. Zitronensäure, Essigsäure oder Milchsäure enthalten) sind ideal, um Kalkablagerungen und Urinstein zu lösen. Da Säure jedoch kalkhaltige Materialien angreift, dürfen sie nur auf säureresistenten Oberflächen verwendet werden.
Hier ist eine Übersicht:
1. Diese Oberflächen dürfen mit säurehaltigen Reinigern geputzt werden:
- Keramik: Klassische Waschbecken, Toiletten und Bidets aus Sanitärkeramik sind sehr widerstandsfähig gegen Säuren.
- Glas: Duschwände aus Echtglas oder Spiegel (hier jedoch vorsichtig sein, dass die Säure nicht hinter die Kanten läuft, da dies die Silberschicht beschädigen kann).
- Chrom: Die meisten Standard-Armaturen (Wasserhähne, Duschköpfe) sind verchromt und vertragen Säure gut, sofern sie nicht stundenlang einwirkt.
- Kunststoffe / Acryl: Badewannen und Duschtassen aus Acryl sowie WC-Sitze aus Kunststoff sind in der Regel säureresistent.
- Emaillierte Oberflächen: Moderne Emaille (z. B. bei Stahl-Badewannen) ist meist säurefest. Vorsicht: Bei sehr alten, bereits stumpfen Emaille-Wannen kann Säure die Oberfläche weiter aufrauen.
- Fliesen (glasiert): Herkömmliche glasierte Wand- und Bodenfliesen aus Steingut oder Feinsteinzeug sind säurebeständig.
2. Diese Oberflächen dürfen AUF KEINEN FALL mit Säure geputzt werden:
Säure "frisst" Kalk. Alles, was Kalk enthält oder chemisch instabil ist, wird zerstört:
- Natursteine: Marmor, Kalkstein, Travertin, Jura-Marmor und Schiefer. Säure macht diese Steine sofort stumpf, rau und fleckig.
- Zementhaltige Fugen: Die Fugen zwischen den Fliesen bestehen meist aus zementärem Material, das durch Säure angegriffen und mit der Zeit porös wird.
- Eloxiertes Aluminium: Viele Duschprofile bestehen aus mattem Aluminium. Säure kann hier zu dauerhaften Verfärbungen und "Blindheit" des Metalls führen.
- Emaille (beschädigt): Wenn die Emaille bereits Abplatzungen oder feine Risse hat, kann die Säure das darunterliegende Metall angreifen (Rostgefahr).
- Edelmetall-Armaturen: Vergoldete oder speziell beschichtete Design-Armaturen (z. B. in Kupfer-Optik oder mattem Schwarz) können empfindlich reagieren.
Wichtige Anwendungstipps für säurehaltige Reiniger:
- Vornässen: Bevor Sie Fliesenflächen mit säurehaltigem Reiniger einsprühen, sollten Sie die Fugen mit klarem Wasser nass machen. Die gesättigten Fugen nehmen dann weniger säurehaltiges Putzwasser auf und werden geschont.
- Einwirkzeit beachten: Lassen Sie den Reiniger nicht antrocknen. Kurze Einwirkzeiten reichen meist aus.
- Gründlich abspülen: Nach dem Putzen alle Reste mit viel kaltem Wasser abspülen und trockenwischen.
- Im Zweifel testen: An einer unauffälligen Stelle prüfen, ob das Material die Säure verträgt.
- Nicht mischen: Mischen Sie säurehaltige Reiniger niemals mit chlorhaltigen Reinigern (Gefahr von giftigem Chlorgas!).
Zusammenfassend: Für Keramik, Glas und Chrom ist Säure super. Bei Naturstein und Fugen ist äußerste Vorsicht geboten!