Welche gängigen Bauformen und Montagearten gibt es bei Waschbecken?

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Bei der Wahl eines Waschbeckens gibt es heute eine enorme Vielfalt, die weit über das klassische weiße Wandbecken hinausgeht. Man unterscheidet dabei primär zwischen der Montageart (wie es befestigt wird) und der Bauform (Funktion und Design).

Hier ist eine Übersicht der gängigsten Varianten:

1. Montagearten (Wie wird es installiert?)

Diese Kategorie entscheidet meist über die Optik und den Stauraum im Badezimmer.

  • Wand-Waschbecken (Standard):
    • Der Klassiker. Es wird direkt an die Wand geschraubt. Die Siphons (Abflussrohre) sind meist sichtbar oder werden durch eine Halbsäule oder Standsäule aus Keramik verdeckt.
  • Aufsatzwaschbecken:
    • Das Becken steht wie eine Schüssel auf einer Waschtischplatte oder einem Unterschrank.
    • Optik: Sehr modern und edel.
    • Hinweis: Man benötigt entweder eine Armatur mit hohem Standfuß oder eine Wandarmatur.
  • Einbauwaschbecken:
    • Das Becken wird von oben in einen Ausschnitt im Unterschrank eingelassen. Ein Rand liegt meist auf der Platte auf.
    • Vorteil: Einfache Montage, schützt die Kanten des Ausschnitts.
  • Unterbauwaschbecken:
    • Das Becken wird von unten gegen die Waschtischplatte (z. B. aus Stein oder wasserfestem Material) montiert.
    • Optik: Sehr puristisch und pflegeleicht, da man Wasser und Schmutz direkt von der Platte ins Becken wischen kann.
  • Halbeinbauwaschbecken:
    • Das Becken ragt nach vorne über den Unterschrank hinaus. Ideal für schmale Badezimmer, in denen man trotzdem ein großes Becken möchte.
  • Standwaschbecken (Freistehend):
    • Ein skulpturales Objekt, das bis zum Boden reicht. Die Zuleitungen kommen meist aus dem Boden.
    • Optik: Luxuriös, braucht aber viel Platz und bietet keinen Stauraum darunter.

2. Bauformen und Funktionstypen

Hier geht es darum, wie das Becken genutzt wird und welche Form es hat.

  • Einzelwaschbecken: Die Standardgröße (meist 50 bis 70 cm breit).
  • Doppelwaschbecken:
    • Entweder zwei separate Becken nebeneinander oder ein sehr breites Becken mit zwei Armaturen. Ideal für Familienbäder.
  • Handwaschbecken:
    • Besonders kleine Modelle (oft nur 25 bis 45 cm breit), speziell für das Gäste-WC konzipiert.
  • Eckwaschbecken:
    • Dreieckige Form zur Montage in der Zimmerecke. Platzsparend in sehr kleinen Bädern.
  • Barrierefreie Waschbecken:
    • Diese sind besonders flach und so geformt, dass man mit einem Rollstuhl darunter fahren kann. Sie haben oft Griffmulden an den Seiten.
  • Möbelwaschtisch:
    • Ein Waschbecken, das exakt auf einen passenden Unterschrank abgestimmt ist (oft als Set verkauft). Das Becken bildet meist die komplette Oberseite des Schranks.

3. Materialien (Kurzübersicht)

Die Bauform wird oft durch das Material beeinflusst:

  1. Sanitärkeramik: Der Standard. Robust, kratzfest, pflegeleicht, aber schwer.
  2. Mineralguss: Leichter als Keramik, ermöglicht sehr präzise, scharfe Kanten und glatte Oberflächen. Kratzer können wegpoliert werden.
  3. Glas: Wirkt leicht und modern, ist aber pflegeintensiver (Kalkflecken).
  4. Naturstein (Marmor, Granit, Flussstein): Jedes Stück ein Unikat, sehr schwer und benötigt spezielle Pflege.
  5. Edelstahl / Emaillierter Stahl: Sehr langlebig und hygienisch, oft in puristischem Design.

Fazit: Was passt zu Ihnen?

  • Wenn Sie Stauraum brauchen: Wählen Sie einen Möbelwaschtisch oder ein Einbauwaschbecken.
  • Wenn Sie ein Design-Statement setzen wollen: Wählen Sie ein Aufsatzbecken auf einer schönen Holz- oder Steinplatte.
  • Für das Gäste-WC: Ein kompaktes Handwaschbecken (evtl. mit Seitenarmatur, um Tiefe zu sparen).
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