Welche Faktoren führen dazu, dass Nagellack bereits nach kurzer Zeit absplittert?
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Dass Nagellack bereits nach kurzer Zeit absplittert, ist ein häufiges Ärgernis. Die Ursachen dafür liegen meist in einer Kombination aus der Vorbereitung, der Auftragstechnik und äußeren Einflüssen.
Hier sind die wichtigsten Faktoren im Detail:
1. Mangelhafte Vorbereitung (Der häufigste Grund)
- Fettfilm auf den Nägeln: Wenn sich noch natürliche Fette, Handcreme-Rückstände oder Öl auf der Nagelplatte befinden, kann der Lack nicht richtig haften.
- Feuchtigkeit: Wenn die Nägel kurz vor dem Lackieren Kontakt mit Wasser hatten (z. B. durch Duschen oder Abwaschen), quellen sie leicht auf. Wenn sie danach trocknen, ziehen sie sich zusammen – der getrocknete Lack kann diese Bewegung nicht mitmachen und reißt.
- Nagelhaut auf der Nagelplatte: Unsichtbare Reste der Nagelhaut auf dem Nagel verhindern eine glatte Verbindung zwischen Lack und Hornschicht.
2. Fehler beim Auftragen
- Zu dicke Schichten: Viele dünne Schichten halten deutlich besser als eine oder zwei dicke. Dicke Schichten trocknen nur oberflächlich, bleiben innen weich und sind daher extrem anfällig für Macken und Absplittern.
- Fehlender Unterlack (Base Coat): Der Unterlack dient als „Haftvermittler“ und gleicht Unebenheiten aus. Ohne ihn hält die Farbschicht schlechter.
- Fehlender Überlack (Top Coat): Der Top Coat versiegelt die Farbe und schützt sie vor Kratzern und Stößen.
- Die Nagelspitze nicht versiegelt: Dies ist ein Profi-Tipp: Man sollte mit dem Pinsel auch einmal quer über die vordere Nagelkante fahren. So wird die Kante umschlossen und der Lack löst sich dort nicht so leicht ab („Tip Capping“).
3. Zustand der Naturnägel
- Brüchige oder splitternde Nägel: Wenn sich die oberste Schicht Ihres Naturnagels bereits ablöst, kann darauf kein Lack halten. Der Lack geht zusammen mit der obersten Hornschicht ab.
- Sehr flexible Nägel: Wenn die Nägel sehr weich sind und sich ständig biegen, entstehen im harten Lack feine Risse, die schließlich zum Abplatzen führen.
- Fettige Nagelplatte: Manche Menschen haben von Natur aus eine eher „ölige“ Nagelplatte, auf der herkömmlicher Lack schlechter haftet.
4. Äußere Einflüsse
- Chemikalien und Wasser: Häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel oder Putzmittel greifen die Struktur des Nagellacks an und machen ihn spröde.
- Mechanische Belastung: Tippen auf der Tastatur (mit den Nagelspitzen), das Öffnen von Dosen oder Kratzen mit den Fingernägeln beansprucht die Kanten extrem.
- Hitze: Direkt nach dem Lackieren sollte man heißes Wasser oder Föhnen vermeiden, da dies den Trocknungsprozess stört.
5. Qualität des Produkts
- Alter Lack: Nagellack, der bereits zähflüssig oder fädig geworden ist, verbindet sich nicht mehr optimal mit dem Nagel und trocknet nicht mehr korrekt durch.
- Inhaltsstoffe: Nicht jeder Lack harmoniert mit jeder Nagelchemie. Manchmal hilft es, die Marke zu wechseln.
Tipps für eine längere Haltbarkeit:
- Entfetten: Reinigen Sie die Nägel vor dem Lackieren mit Nagellackentferner oder reinem Alkohol (Isopropanol).
- Dünne Schichten: Tragen Sie lieber drei hauchdünne Schichten auf als eine dicke.
- Warten: Lassen Sie jede Schicht mindestens 2–5 Minuten trocknen, bevor die nächste folgt.
- Handschuhe: Tragen Sie beim Putzen oder Abwaschen Handschuhe.
- Nagelöl: Verwenden Sie regelmäßig Nagelöl (nachdem der Lack komplett durchgetrocknet ist!). Es hält den Lack und den Nagel flexibel, sodass er bei Stößen weniger schnell bricht.