Welche Bedeutung hat die vierstellige Nummer hinter dem CE-Kennzeichen auf der Maske?

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Die vierstellige Nummer hinter dem CE-Kennzeichen auf einer Atemschutzmaske (z. B. FFP2 oder FFP3) gibt an, welche Prüfstelle das Produkt zertifiziert hat.

Hier sind die Details dazu:

1. Die "Benannte Stelle" (Notified Body)

Jedes Produkt, das in der EU als persönliche Schutzausrüstung (PSA) verkauft wird und ein gewisses Risiko abwehrt, muss von einer unabhängigen, staatlich anerkannten Prüfstelle überwacht werden. Die vierstellige Nummer ist die Kennnummer dieser Prüfstelle.

2. Warum ist die Nummer dort?

Bei FFP-Masken handelt es sich um Produkte der Kategorie III (Schutz gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden). Im Gegensatz zu einfachen Alltagsprodukten darf der Hersteller hier das CE-Zeichen nicht einfach selbst anbringen. Er muss ein Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen, bei dem die Prüfstelle:

  • Das Baumuster der Maske prüft (filtert sie genug Partikel? Ist sie dicht?).
  • Regelmäßig die Qualität der Produktion kontrolliert.

3. Beispiele für bekannte Nummern

  • 0121: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), Deutschland.
  • 0158: DEKRA Testing and Certification GmbH, Deutschland.
  • 2163: Universal Certification, Türkei (sehr häufig bei FFP2-Masken während der Pandemie zu finden).
  • 0598: SGS Fimko Oy, Finnland.

4. Wie kann man die Nummer prüfen?

Wenn Sie wissen möchten, ob eine Maske echt ist, können Sie die Nummer in der NANDO-Datenbank (New Approach Notified and Designated Organisations) der Europäischen Kommission suchen. Dort ist aufgelistet, welche Prüfstelle hinter welcher Nummer steckt und ob diese überhaupt berechtigt ist, Atemschutzmasken (Personal Protective Equipment) zu zertifizieren.

Zusammenfassung: Woran erkennt man eine korrekte Kennzeichnung?

Eine vorschriftsmäßige FFP2-Maske muss folgende Angaben direkt aufgedruckt haben:

  1. CE-Kennzeichen mit der vierstelligen Nummer (z. B. CE 2163).
  2. Die geltende Norm (z. B. EN 149:2001+A1:2009).
  3. Die Schutzstufe (z. B. FFP2).
  4. Der Name oder die Marke des Herstellers.
  5. Ein Hinweis auf die Wiederverwendbarkeit (R für reusable oder NR für non-reusable).

Wichtig: Fehlt die vierstellige Nummer hinter dem CE-Zeichen bei einer FFP2-Maske, erfüllt sie nicht die gesetzlichen Anforderungen für persönliche Schutzausrüstung in der EU. (Bei einfachen medizinischen OP-Masken fehlt die Nummer hingegen oft legal, da diese meist anders zertifiziert werden).