Was sind die häufigsten Ursachen für brüchige Nägel?

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Brüchige Nägel (medizinisch Onychoschisis oder Onychorrhexis genannt) sind ein häufiges Problem. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von äußeren Einflüssen über die Ernährung bis hin zu gesundheitlichen Problemen.

Hier sind die häufigsten Ursachen im Überblick:

1. Äußere Einflüsse (Häufigste Ursache)

Oft liegt das Problem nicht im Körper, sondern an der täglichen Belastung der Hände:

  • Feuchtigkeit: Häufiges Händewaschen oder langer Kontakt mit Wasser (z. B. beim Abwaschen) lässt die Nägel aufquellen und beim Trocknen wieder zusammenziehen. Das macht sie spröde.
  • Chemikalien: Reinigungsmittel, Lösungsmittel und aggressiver Nagellackentferner (besonders solche mit Aceton) entziehen dem Nagel Fett und Feuchtigkeit.
  • Falsche Maniküre: Zu häufiges Lackieren, das Tragen von Gelnägeln oder unsachgemäßes Feilen kann die Nagelplatte schwächen.

2. Ernährungsmangel

Nägel benötigen bestimmte Baustoffe, um fest und elastisch zu bleiben. Ein Mangel an folgenden Stoffen führt oft zu Brüchigkeit:

  • Eisenmangel: Einer der häufigsten Gründe (oft begleitet von Müdigkeit und Blässe).
  • Biotin (Vitamin B7): Es ist entscheidend für die Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Nägel.
  • Zink und Calcium: Ein Mangel kann das Nagelwachstum stören.
  • Vitamin B12 oder Vitamin A: Auch diese Vitamine spielen eine Rolle für die Nagelgesundheit.

3. Hormonelle Ursachen

Veränderungen im Hormonhaushalt wirken sich direkt auf die Beschaffenheit von Haaren und Nägeln aus:

  • Schilddrüsenerkrankungen: Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse führen oft zu trockenen, brüchigen Nägeln.
  • Wechseljahre: Der sinkende Östrogenspiegel kann dazu führen, dass der Körper weniger Feuchtigkeit speichern kann, was auch die Nägel spröde macht.

4. Hauterkrankungen

Manchmal ist eine Erkrankung die Ursache, die direkt den Nagel oder das Nagelbett betrifft:

  • Nagelpilz: Er führt meist zu Verfärbungen und einer Verdickung oder Zersetzung des Nagels.
  • Schuppenflechte (Psoriasis): Diese kann sich auch an den Nägeln bemerkbar machen (Tüpfelnägel oder brüchige Stellen).
  • Neurodermitis: Auch Ekzeme an den Fingern können das Nagelwachstum stören.

5. Das Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit des Körpers ab, Feuchtigkeit zu binden. Die Nägel werden natürlicherweise trockener, wachsen langsamer und neigen eher dazu, der Länge nach zu splittern.


Was kann man tun? (Tipps)

  1. Schutz: Trage beim Putzen oder Abwaschen Handschuhe.
  2. Pflege: Benutze regelmäßig Nagelöl oder fetthaltige Handcremes, um die Elastizität zu fördern.
  3. Schonung: Verwende acetonfreien Nagellackentferner und gönne den Nägeln Pausen vom Lackieren.
  4. Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung. Bei Verdacht auf Eisen- oder Biotinmangel kann ein Bluttest beim Arzt Klarheit schaffen.
  5. Richtig Feilen: Feile immer nur in eine Richtung (von außen nach innen), anstatt hin und her zu sägen.

Wann zum Arzt? Wenn die Nägel über längere Zeit extrem brüchig sind, sich verfärben, sich vom Nagelbett lösen oder wenn zusätzliche Symptome wie Haarausfall oder starke Müdigkeit auftreten, solltest du einen Hautarzt oder Hausarzt aufsuchen.

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