Was kann man tun, wenn die im Set enthaltenen Standardgrößen nicht für Verletzungen an Gelenken passen?

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Wenn Standardpflaster an Gelenken wie Knien, Ellenbogen oder Fingerknöcheln nicht halten oder die Bewegung einschränken, gibt es mehrere bewährte Techniken und Alternativen.

Hier sind die besten Tipps, was du tun kannst:

1. Die „Einschneide-Technik“ (DIY-Gelenkpflaster)

Du kannst ein normales, größeres Rechteckpflaster so modifizieren, dass es sich der Gelenkbewegung anpasst:

  • Für den Ellenbogen oder das Knie: Schneide das Pflaster an den beiden Längsseiten in der Mitte jeweils ca. 1–2 cm tief ein (V-förmig oder ein einfacher Schlitz), ohne die Wundauflage zu beschädigen. Wenn du das Gelenk beugst, können sich die eingeschnittenen Flügel überlappen, anstatt Falten zu werfen oder abzustehen.
  • Für die Fingerspitze/Knöchel: Schneide die Klebeflächen der Länge nach mittig ein. So entstehen vier kleine Klebestreifen, die du über Kreuz fixieren kannst.

2. Spezialformen nachkaufen

Es gibt im Handel (Apotheke oder Drogerie) spezielle Pflastersets für Gelenke, die man im Hausmedizinschrank haben sollte:

  • Schmetterlingspflaster: Ideal für Knöchel und Fingerspitzen.
  • H-Pflaster: Speziell für die Fingergelenke entwickelt.
  • Extra lange Fingerpflaster: Diese lassen sich mehrfach um den Finger wickeln und halten dadurch deutlich besser.

3. Elastische Meterware verwenden

Anstatt vorgeschnittener Strips ist Pflaster-Meterware aus Textilgewebe (elastisch) oft besser. Du kannst die Länge genau auf den Umfang des Gelenks anpassen. Textilpflaster machen die Dehnung der Haut beim Beugen des Gelenks viel besser mit als starre Kunststoffpflaster.

4. Sprühpflaster (bei Schürfwunden)

Bei oberflächlichen Schürfwunden an Gelenken ist ein Sprühpflaster oft die beste Wahl. Es bildet einen transparenten, flexiblen Film, der jede Bewegung mitmacht und nicht verrutschen kann.

  • Hinweis: Nicht bei tiefen oder stark blutenden Wunden verwenden.

5. Fixierverbände statt Klebepflaster

Wenn die Wunde größer ist oder Klebestreifen gar nicht halten wollen:

  • Wundauflage + Schlauchverband: Lege eine sterile Kompresse auf und fixiere sie mit einem elastischen Schlauchverband (gibt es in verschiedenen Größen für Finger, Arme oder Beine).
  • Selbsthaftende (kohäsive) Binden: Diese Wickelbandagen kleben nur auf sich selbst, nicht auf der Haut. Sie sind ideal für Gelenke, da sie stabilisieren, aber flexibel bleiben.

6. Zusätzliche Fixierung mit Fixiervlies

Wenn du ein normales Pflaster nutzt, kannst du es mit einem elastischen Fixiervlies (z. B. Fixomull stretch) großflächig überkleben. Dieses Vlies ist extrem dehnbar und hält auch bei starker Beanspruchung.

7. Vorbereitung der Haut

Damit das Pflaster am Gelenk überhaupt eine Chance hat:

  • Die Stelle muss fettfrei und trocken sein (keine frisch aufgetragene Salbe unter die Klebeflächen kommen lassen).
  • Bei starker Behaarung kann eine vorsichtige Rasur der Klebestelle helfen, damit das Pflaster nicht durch die Bewegung der Haare gelockert wird.

Pro-Tipp: Wenn du ein Pflaster am Knie oder Ellenbogen anbringst, klebe es immer bei leicht gebeugtem Gelenk auf. Klebst du es bei voll gestrecktem Arm/Bein auf, wird es beim ersten Beugen sofort unter Spannung geraten und abreißen.

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