Was ist eine Kellnerbörse und wie unterscheidet sie sich von einem normalen Geldbeutel?
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Eine Kellnerbörse (oft auch Profi-Geldbeutel, Taxibörse oder Holster-Portemonnaie genannt) ist ein spezialisiertes Portemonnaie, das primär für Menschen entwickelt wurde, die im Servicebereich (Gastronomie, Taxi, Lieferdienste) arbeiten und schnell viel Bargeld abwickeln müssen.
Hier sind die wesentlichen Unterschiede zu einem normalen Geldbeutel im Detail:
1. Die Aufteilung der Geldscheinfächer
- Normaler Geldbeutel: Hat meistens nur ein oder zwei große Fächer für Geldscheine. Man muss die Scheine oft falten oder wühlen, um den richtigen zu finden.
- Kellnerbörse: Besitzt in der Regel 5 bis 7 schmale Scheinfächer. Dies dient dazu, die Geldscheine sofort nach Wert sortiert abzulegen (z. B. ein Fach für 5er, eines für 10er, eines für 20er usw.). Das spart im stressigen Service-Alltag wertvolle Sekunden beim Herausgeben von Wechselgeld.
2. Das Münzfach (Das "Schüttelfach")
- Normaler Geldbeutel: Hat meist ein kleines Fach mit Reißverschluss oder Druckknopf, in dem die Münzen übereinander liegen.
- Kellnerbörse: Hat ein sehr großes, weit öffnendes Münzfach (oft als Schüttelfach bezeichnet). Wenn man es öffnet, liegen die Münzen flach nebeneinander, sodass man sofort sieht, welche Münzen man hat, ohne lange suchen zu müssen.
3. Der Verschluss (Das Leiterschloss)
- Normaler Geldbeutel: Schließt meist mit einem festen Druckknopf, einem Reißverschluss oder durch einfaches Zusammenklappen.
- Kellnerbörse: Verfügt fast immer über ein sogenanntes Leiterschloss. Das ist ein Metallverschluss mit drei oder mehr Stufen. Da die Börse im Laufe einer Schicht durch viele Einnahmen immer dicker wird, kann man den Verschluss je nach Füllmenge enger oder weiter einrasten lassen.
4. Größe und Format
- Normaler Geldbeutel: Ist darauf ausgelegt, kompakt zu sein, um in die Hosentasche oder Handtasche zu passen.
- Kellnerbörse: Ist deutlich größer und meist im Querformat gehalten. Sie ist nicht dafür gedacht, in der Hosentasche getragen zu werden, sondern wird meist in einer speziellen Tasche am Gürtel (Holster) getragen.
5. Befestigung und Sicherheit
- Normaler Geldbeutel: Hat meist keine Vorrichtung zur Sicherung.
- Kellnerbörse: Hat oft eine Metallöse für eine Sicherungskette. Diese Kette wird am Gürtel befestigt, damit die Börse bei der Arbeit nicht verloren geht oder bei einem Diebstahlversuch einfach weggerissen werden kann.
6. Material und Robustheit
- Normaler Geldbeutel: Kann aus Stoff, Kunstleder oder feinem Leder sein.
- Kellnerbörse: Besteht fast immer aus sehr robustem, dickem Echtleder. Da sie hunderte Male am Tag geöffnet und geschlossen wird, muss das Material extrem strapazierfähig sein.
Zusammenfassung: Für wen lohnt sich was?
- Ein normaler Geldbeutel ist ideal für den Privatgebrauch, wenn man auch Karten (Kreditkarten, Ausweise) verstauen möchte und Kompaktheit wichtig ist.
- Eine Kellnerbörse ist ein reines Arbeitsgerät. Sie ist auf maximale Geschwindigkeit beim Kassieren und das Handling von viel Bargeld optimiert, bietet dafür aber oft weniger Platz für Ausweise oder viele Kreditkarten.