Was ist E-Zigaretten-Liquid?

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E-Zigaretten-Liquid (kurz: Liquid) ist die Flüssigkeit, die in einer E-Zigarette oder einem Vaporizer erhitzt wird, um Dampf zu erzeugen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten findet hier keine Verbrennung statt, sondern eine Verdampfung.

Hier sind die wichtigsten Details zu Inhaltsstoffen, Funktion und Varianten:

1. Die Inhaltsstoffe

Ein typisches Liquid besteht aus nur wenigen Komponenten, die fast alle auch in der Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie verwendet werden:

  • Propylenglykol (PG): Ein dünnflüssiger Stoff, der als Geschmacksträger dient. Er sorgt zudem für den sogenannten „Throat Hit“ (ein leichtes Kratzen im Hals), der das Gefühl des Rauchens simuliert.
  • Vegetable Glycerin (VG): Pflanzliches Glycerin ist dickflüssiger und für die Dichte und Menge des Dampfes verantwortlich.
  • Aromen: Diese verleihen dem Liquid seinen Geschmack. Es gibt tausende Varianten, von Tabak und Menthol bis hin zu Frucht-, Dessert- oder Getränkearomen.
  • Nikotin (optional): Liquids gibt es in verschiedenen Nikotinstärken (z. B. 3, 6, 12 oder 18 mg/ml) sowie komplett nikotinfrei.
  • Wasser (selten): Manchmal wird ein kleiner Anteil destilliertes Wasser hinzugefügt, um das Liquid flüssiger zu machen.

2. Das Mischverhältnis (PG/VG)

Das Verhältnis von PG zu VG bestimmt das Dampferlebnis:

  • 50/50 (PG/VG): Der Standard für die meisten kleineren Geräte (Pod-Systeme). Gute Geschmacksentfaltung und moderater Dampf.
  • 70/30 (VG/PG): Beliebt bei leistungsstarken Geräten („Sub-Ohm“). Erzeugt sehr dichte, große Dampfwolken, schmeckt aber etwas süßer und braucht mehr Leistung.

3. Arten von Liquids

Es gibt verschiedene Verkaufsformen:

  • Fertig-Liquid (10 ml): Gebrauchsfertige Mischung, die direkt in den Tank gefüllt wird. In der EU dürfen nikotinhaltige Liquids maximal in 10-ml-Flaschen verkauft werden.
  • Shake & Vape (Shortfills): Größere Flaschen (z. B. 60 ml), die mit überdosiertem, nikotinfreiem Liquid gefüllt sind. Man lässt Platz für einen „Nikotinshot“, schüttelt und kann dann dampfen.
  • Nikotinsalz-Liquids: Eine spezielle Form des Nikotins, die trotz hoher Konzentration weniger im Hals kratzt und schneller vom Körper aufgenommen wird. Ideal für Umsteiger.
  • Aromen zum Selbstmischen: Erfahrene Dampfer kaufen die Grundbestandteile (Basis aus PG/VG und Aroma) separat und mischen ihr Liquid selbst an.

4. Wie funktioniert es?

Das Liquid wird durch die Kapillarwirkung eines Dochtes (meist Watte) zur Heizspule (Coil) im Verdampfer geleitet. Wenn man den Knopf drückt (oder zieht), erhitzt sich die Spule, und das Liquid verdampft.

5. Sicherheit und Qualität

In der EU unterliegen Liquids strengen Richtlinien (TPD2). Sie müssen registriert sein, Inhaltsstoffe müssen geprüft sein, und die Flaschen müssen kindergesichert sein.

Wichtig zu wissen: E-Zigaretten-Liquid ist nicht dasselbe wie CBD-Öl oder ätherische Öle. Man darf niemals herkömmliche Öle in einer E-Zigarette verdampfen, da dies zu schweren Lungenschäden führen kann. Nur speziell dafür hergestellte Liquids sind geeignet.