Was definiert einen vollständigen Ladezyklus?
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Ein vollständiger Ladezyklus ist definiert als die einmalige Nutzung und Wiederaufladung der gesamten Akkukapazität (100 %).
Das Wichtigste dabei ist: Ein Ladezyklus muss nicht in einem einzigen Ladevorgang stattfinden. Er summiert sich aus verschiedenen Teilentladungen und Teilladungen.
Wie man einen Ladezyklus berechnet (Beispiele)
Stellen Sie sich vor, Ihr Akku ist voll geladen (100 %):
- Beispiel 1 (direkt): Sie verbrauchen den Akku an einem Tag komplett von 100 % auf 0 % und laden ihn dann wieder auf 100 % auf. Das ist ein Ladezyklus.
- Beispiel 2 (aufgeteilt):
- Tag 1: Sie verbrauchen 50 % des Akkus und laden ihn über Nacht wieder voll auf.
- Tag 2: Sie verbrauchen erneut 50 % des Akkus und laden ihn wieder auf.
- Ergebnis: Obwohl Sie das Gerät zweimal ans Kabel gehängt haben, ist erst jetzt insgesamt ein Ladezyklus abgeschlossen (50 % + 50 % = 100 %).
Ein Ladezyklus kann sich also über mehrere Tage erstrecken, je nachdem, wie intensiv das Gerät genutzt wird.
Warum ist diese Definition wichtig?
- Lebensdauer: Die Lebensdauer von modernen Lithium-Ionen-Akkus wird oft in Ladezyklen angegeben. Ein typischer Smartphone-Akku hält zum Beispiel etwa 500 bis 1.000 vollständige Ladezyklen, bevor seine Kapazität spürbar nachlässt (meist auf unter 80 % der ursprünglichen Leistung).
- Kein "Memory-Effekt": Bei modernen Akkus schadet es nicht, sie zwischendurch kurz aufzuladen. Es ist sogar besser für die Chemie des Akkus, ihn in kleineren Etappen zu laden (idealerweise zwischen 20 % und 80 % zu halten), anstatt ihn jedes Mal komplett leerlaufen zu lassen.
- Verschleiß: Jeder abgeschlossene Ladezyklus bedeutet eine winzige chemische Veränderung im Inneren des Akkus, die im Laufe der Zeit die Fähigkeit zur Energiespeicherung verringert.
Zusammenfassend
Ein Ladezyklus ist die Summe aller Entladungen, die zusammen 100 % der Kapazität ergeben, unabhängig davon, wie viele einzelne Ladevorgänge dazwischen liegen.