Was bedeutet die Kurzbezeichnung „NYM“ bei einer Stromleitung eigentlich genau?

Bearbeiten
Löschen

Die Kurzbezeichnung NYM ist eine Typenkurzbezeichnung nach der geltenden VDE-Norm (DIN VDE 0250) und beschreibt den Aufbau und den Verwendungszweck der Leitung.

Hier ist die genaue Aufschlüsselung der Buchstaben:

  • N: Normenleitung. Das bedeutet, dass die Leitung nach einer bestimmten VDE-Norm gefertigt wurde.
  • Y: Isolierung der Adern aus Polyvinylchlorid (PVC). Das „Y“ steht in der Kabelsprache immer für PVC.
  • M: Mantelleitung. Dies gibt an, dass die Leitung über einen äußeren Schutzmantel verfügt (im Gegensatz zu einfachen Aderleitungen), was sie für die Verlegung in, auf und unter Putz sowie in feuchten Räumen tauglich macht.

Häufige Zusätze

Meistens liest man die Bezeichnung in Kombination mit weiteren Kürzeln, zum Beispiel NYM-J 3x1,5:

  • -J: Mit grün-gelbem Schutzleiter (Erdung).
  • -O: Ohne grün-gelben Schutzleiter.
  • 3: Anzahl der Adern im Inneren.
  • 1,5: Querschnitt der einzelnen Ader in Quadratmillimeter (mm²).

Zusammenfassung der Eigenschaften

Eine NYM-Leitung ist die Standardleitung für die Elektroinstallation im Haus. Die wichtigsten Merkmale sind:

  1. Verwendung: In trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie im Mauerwerk und im Beton (außer Schüttel-, Rüttel- oder Stampfbeton).
  2. Einschränkung: Sie darf nicht direkt im Erdreich verlegt werden (dafür benötigt man Erdkabel wie das NYY) und sollte im Freien vor direkter Sonneneinstrahlung (UV-Licht) geschützt werden.
  3. Spannung: Sie ist in der Regel für eine Nennspannung von 300/500 Volt ausgelegt.