Warum verlieren unbenutzte AAA-Batterien bei der Lagerung an Energie?

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Dass AAA-Batterien (und auch andere Batterietypen) mit der Zeit an Energie verlieren, obwohl sie nicht benutzt werden, liegt an einem Prozess, den man Selbstentladung nennt.

Hier sind die Hauptgründe, warum das passiert:

1. Chemische Nebenreaktionen (Der Hauptgrund)

Eine Batterie ist im Grunde ein kleiner chemischer Reaktor. In ihrem Inneren befinden sich zwei verschiedene Materialien (Anode und Kathode) und eine leitende Flüssigkeit (Elektrolyt).

  • Auch wenn kein Gerät angeschlossen ist, kommen diese Stoffe minimal miteinander in Kontakt oder reagieren mit Verunreinigungen im Inneren.
  • Diese ungewollten chemischen Reaktionen verbrauchen langsam die aktiven Materialien, die eigentlich für die Stromerzeugung gedacht sind. Man kann sich das wie ein winziges Leck in einem Wassereimer vorstellen.

2. Temperatur

Wärme ist der größte Feind der Energielagerung.

  • Chemische Reaktionen laufen bei höheren Temperaturen schneller ab. Je wärmer die Batterie gelagert wird, desto schneller bewegen sich die Moleküle im Inneren und desto schneller findet die Selbstentladung statt.
  • Deshalb halten Batterien in einer kühlen Umgebung (wie einem Keller) länger als in einer Schublade direkt über der Heizung.

3. Luftfeuchtigkeit und Kriechströme

Wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, kann sich ein mikroskopisch dünner Feuchtigkeitsfilm auf der Außenseite der Batterie bilden.

  • Dieser Film kann die beiden Pole (Plus und Minus) minimal miteinander verbinden.
  • Es fließt ein extrem schwacher Strom über das Gehäuse der Batterie nach außen. Auch das trägt zur Entleerung bei.

4. Batterietyp (Chemie macht den Unterschied)

Wie schnell eine Batterie Energie verliert, hängt stark von ihrer Bauart ab:

  • Alkaline-Batterien (Standard AAA): Sie haben eine sehr geringe Selbstentladungsrate. Sie verlieren nur etwa 2–3 % ihrer Ladung pro Jahr und sind oft 5 bis 10 Jahre haltbar.
  • Wiederaufladbare Akkus (NiMH): Herkömmliche Akkus verlieren ihre Energie sehr schnell (manchmal 1 % pro Tag!). Moderne „Pre-charged“-Akkus (wie Eneloop) haben dieses Problem jedoch weitgehend gelöst und behalten ihre Ladung ähnlich gut wie Alkaline-Batterien.
  • Lithium-Batterien: Diese haben die geringste Selbstentladung und halten oft über 15 Jahre.

Tipps zur Lagerung:

  1. Kühl lagern: Ein trockener, kühler Ort (10–15 °C) ist ideal. (Der Kühlschrank ist meist zu feucht, es sei denn, die Batterien sind luftdicht verpackt).
  2. Trocken halten: Um Kriechströme zu vermeiden.
  3. Originalverpackung: Lassen Sie die Batterien in der Verpackung, damit die Pole sich nicht gegenseitig oder andere Metallgegenstände (wie Büroklammern in der Schublade) berühren und einen Kurzschluss verursachen können.

Zusammenfassend: Batterien sind keine perfekten Behälter. Die Chemie im Inneren ist "lebendig" und arbeitet immer ein ganz kleines bisschen, auch wenn wir den Strom gerade nicht abrufen.

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