Warum trocknet der Wäschetrockner die Kleidung manchmal nicht vollständig?
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Es gibt viele Gründe, warum ein Wäschetrockner die Kleidung nicht richtig trocken bekommt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die man selbst beheben kann, manchmal deutet es auf ein technisches Problem hin.
Hier sind die häufigsten Ursachen, unterteilt in Kategorien:
1. Wartung und Reinigung (Die häufigsten Ursachen)
- Verstopftes Flusensieb: Wenn das Sieb voll ist, kann die Luft nicht mehr zirkulieren. Der Trockner überhitzt eventuell oder bricht das Programm vorzeitig ab. Lösung: Nach jedem Gang reinigen.
- Verschmutzter Wärmetauscher (Kondensator): Bei Kondenstrocknern oder Wärmepumpentrocknern setzen sich mit der Zeit Flusen im Wärmetauscher ab. Das Gerät kann die Feuchtigkeit nicht mehr effizient entziehen. Lösung: Den Wärmetauscher (meist unten hinter einer Klappe) regelmäßig reinigen bzw. absaugen.
- Verkalkte Feuchtigkeitssensoren: Im Inneren der Trommel (meist an den Mitnehmern oder unter der Türöffnung) sitzen Sensoren, die messen, wie feucht die Wäsche noch ist. Wenn diese durch Kalk oder Waschmittelrückstände belegt sind, „denken“ sie, die Wäsche sei schon trocken. Lösung: Die Sensoren mit einem Tuch und etwas Essigreiniger oder Reinigungsalkohol abwischen.
2. Beladung und Bedienung
- Überladung: Wenn die Trommel zu voll ist, kann die warme Luft nicht zwischen die Kleidungsstücke gelangen. Die Wäsche knittert und bleibt im Kern feucht.
- Falsches Programm: Wenn du „Bügeltrocken“ wählst, bleibt absichtlich eine Restfeuchte in der Wäsche, damit man sie besser bügeln kann. Für den Schrank musst du „Schranktrocken“ oder „Extra Trocken“ wählen.
- Ungleiche Textilien: Wenn du schwere Jeans zusammen mit dünnen T-Shirts trocknest, messen die Sensoren die trockenen T-Shirts und beenden das Programm, während die dicken Nähte der Jeans noch feucht sind. Lösung: Wäsche nach Stoffart und Dicke sortieren.
3. Probleme mit der Wäsche selbst
- Zu nasse Wäsche: Wenn die Waschmaschine nicht hoch genug geschleudert hat (unter 1000 Umdrehungen/Min.), ist die Wäsche zu nass. Der Trockner benötigt dann extrem lange oder schafft die Menge an Wasser nicht in der vorgegebenen Zeit.
- Zusammengerollte Bettwäsche: Große Teile wie Bettbezüge fressen oft kleinere Wäschestücke und rollen sich zu einem Ball zusammen. Innen bleibt dann alles nass. Lösung: Bettbezüge zuknöpfen und eventuell Tennisbälle (oder spezielle Trocknerbälle) hinzufügen, um die Wäsche aufzulockern.
4. Aufstellungsort und Technik
- Umgebungstemperatur: Besonders Wärmepumpentrockner arbeiten in sehr kalten Räumen (z. B. ungeheizter Keller im Winter) ineffizient. Die optimale Betriebstemperatur liegt meist zwischen 15 und 25 Grad.
- Voller Kondenswasserbehälter: Wenn der Tank voll ist, schalten viele Geräte ab oder arbeiten nicht mehr richtig.
- Geknickter Abluftschlauch: Bei Ablufttrocknern muss die feuchte Luft nach draußen. Ist der Schlauch geknickt oder verstopft, bleibt die Feuchtigkeit im Gerät.
5. Technische Defekte (Fall für den Profi)
- Heizelement defekt: Wenn die Luft im Trockner gar nicht erst warm wird, ist oft die Heizung oder das Thermostat kaputt.
- Antriebsriemen: Wenn sich die Trommel nicht mehr dreht, wird die Wäsche nur einseitig oder gar nicht trocken.
Was du jetzt tun kannst:
- Reinige das Flusensieb und den Wärmetauscher.
- Wische die Sensoren in der Trommel mit Essig ab.
- Achte beim nächsten Mal darauf, den Trockner nicht zu voll zu machen und die Wäsche vorher gut zu schleudern.
Sollte der Trockner danach immer noch nicht trocknen (und auch nicht warm werden), ist vermutlich ein Bauteil wie die Heizung oder die Pumpe defekt.