Warum trägt das Computer-Eingabegerät „Maus“ eigentlich diesen Namen?

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Die Bezeichnung „Maus“ für das Computer-Eingabegerät verdanken wir schlicht und ergreifend der optischen Ähnlichkeit des ersten Prototyps mit dem kleinen Nagetier.

Hier sind die Details zur Entstehung des Namens:

1. Der Erfinder und das Design

Die Computermaus wurde Anfang der 1960er Jahre von Douglas Engelbart am Stanford Research Institute (SRI) entwickelt (der erste funktionsfähige Prototyp entstand 1964). Dieses frühe Modell bestand aus einem kleinen Holzkästchen mit zwei Metallrädern an der Unterseite.

2. Das „Schwänzchen“

Der entscheidende Punkt für die Namensgebung war das Kabel, das die Maus mit dem Computer verband. Bei den ersten Modellen trat dieses Kabel an der Hinterseite des Geräts aus – also unter dem Handgelenk des Benutzers. Zusammen mit der kompakten, rundlichen Form des Gehäuses sah das Gerät aus wie eine Maus mit einem langen Schwanz.

3. Ein Name, der hängen blieb

Douglas Engelbart selbst sagte später in Interviews, dass niemand im Team mehr genau wisse, wer den Begriff zuerst verwendet hat. Er sagte:

„Ich weiß nicht, warum wir es Maus genannt haben. Manchmal tut es mir leid, aber es fing einfach so an und wir haben es nie geändert.“

In den offiziellen Patentunterlagen von 1967 wurde das Gerät noch sehr trocken als „X-Y-Positionsanzeiger für ein Bildschirmsystem“ bezeichnet. Da dieser Name für den Alltag viel zu sperrig war, setzte sich der interne Spitzname „Maus“ weltweit durch.

Interessanter Side-Fact:

Es gab auch kurzzeitig Versuche, den Cursor auf dem Bildschirm „Bug“ (Käfer) zu nennen, aber dieser Name konnte sich nicht gegen die „Maus“ durchsetzen. Heute haben viele Mäuse zwar kein Kabel mehr („schwanzlose Mäuse“), aber der Name ist als fester Begriff in der Sprache geblieben.