Warum macht das Mahlwerk des Kaffeevollautomaten ungewöhnlich laute Geräusche?

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Wenn das Mahlwerk eines Kaffeevollautomaten plötzlich ungewöhnlich laut wird, ist das meist ein Warnsignal, dass etwas den reibungslosen Ablauf stört. Die Geräusche können von einem hohen Quietschen über ein ratterndes Klappern bis hin zu einem dumpfen Brummen reichen.

Hier sind die häufigsten Ursachen und was du dagegen tun kannst:

1. Fremdkörper im Mahlwerk (Häufigste Ursache)

In Kaffeebohnen-Packungen können sich trotz strenger Kontrollen gelegentlich kleine Steinchen, Holzstücke oder harte Schalenreste befinden.

  • Symptom: Ein plötzliches, sehr lautes, kreischendes oder blockierendes Geräusch. Das Mahlwerk bricht den Vorgang oft ab.
  • Lösung: Bohnenbehälter leeren und versuchen, den Fremdkörper mit einem Staubsauger oder einer Pinzette zu entfernen. Manchmal muss das Mahlwerk dafür ausgebaut oder vom Fachmann gereinigt werden.

2. Zu ölige Kaffeebohnen

Sehr dunkel geröstete Bohnen (oft Espresso-Röstungen) haben eine ölige Oberfläche. Dieses Öl kann mit der Zeit verharzen.

  • Symptom: Das Mahlwerk klingt „gequält“ oder stumpf, da die Mahlscheiben verkleben und der Motor mehr Kraft aufwenden muss.
  • Lösung: Mahlwerk reinigen (es gibt spezielle Reinigungstabs für Mahlwerke). Künftig auf weniger ölige Bohnen umsteigen oder das Mahlwerk regelmäßig säubern.

3. Feuchtigkeit im Mahlwerk

Wenn Wasserdampf in das Mahlwerk steigt (z. B. durch eine defekte Dichtung oder falsche Reinigung), verklumpt das Kaffeepulver.

  • Symptom: Ein dumpfes Brummen, weil der Motor blockiert ist, oder ein ungleichmäßiges Mahlgeräusch.
  • Lösung: Das Mahlwerk muss komplett getrocknet und von den festgebackenen Kaffeeresten befreit werden.

4. Verschleiß der Mahlsteine oder Lager

Wie jedes mechanische Teil nutzen sich auch Mahlwerke (aus Keramik oder Stahl) irgendwann ab. Auch die Kugellager des Motors können ausschlagen.

  • Symptom: Das Geräusch wird schleichend über Wochen oder Monate lauter und „metallischer“ oder „rauer“.
  • Lösung: Hier hilft meist nur der Austausch der Mahlscheiben oder des kompletten Mahlwerks. Bei Keramikmahlwerken können auch kleine Stücke herausbrechen (Chipping), was zu Unwuchten führt.

5. Zu fein eingestellter Mahlgrad

Wenn der Mahlgrad bei stehendem Mahlwerk extrem fein gestellt wurde, können die Mahlscheiben fast aufeinander reiben.

  • Symptom: Ein sehr hohes, pfeifendes oder schleifendes Geräusch.
  • Lösung: Mahlgrad während des Mahlvorgangs stufenweise grober stellen und prüfen, ob das Geräusch verschwindet.

6. Locker sitzende Teile

Durch die Vibrationen beim Mahlen können sich im Gehäuse Schrauben oder Halterungen lockern.

  • Symptom: Ein vibrierendes, schepperndes Klappern.
  • Lösung: Gehäuse prüfen (lassen) und lose Komponenten fixieren.

Was solltest du jetzt tun?

  1. Sofort-Stopp: Wenn es metallisch knirscht, schalte das Gerät sofort aus, um Folgeschäden am Motor zu vermeiden.
  2. Sichtprüfung: Leere den Bohnenbehälter und leuchte mit einer Taschenlampe in das Mahlwerk. Siehst du einen Stein oder ein Stück Plastik?
  3. Staubsauger-Trick: Halte das Rohr des Staubsaugers direkt auf das Mahlwerk, um lose Partikel herauszuziehen.
  4. Fachwerkstatt: Wenn das Geräusch bleibt, ist meist ein mechanischer Defekt oder eine Verstopfung im Inneren die Ursache. Da das Öffnen des Geräts (besonders bei Jura, Siemens, EQ-Serie etc.) oft spezielles Werkzeug erfordert, ist ein Service-Check ratsam.

Wichtiger Hinweis: Verändere den Mahlgrad immer nur, während das Mahlwerk läuft, um zu verhindern, dass sich Bohnen zwischen den Scheiben verklemmen und das Getriebe beschädigen.

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