Warum entstehen durch die Kombination von Deospray und Schweiß oft gelbe Flecken in Textilien?

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Die unschönen gelben Flecken unter den Achseln entstehen nicht durch den Schweiß allein, sondern durch eine chemische Reaktion zwischen bestimmten Inhaltsstoffen im Deodorant und den Bestandteilen des Schweißes.

Hier sind die Hauptgründe im Detail:

1. Die Kombination von Aluminium und Schweiß

Die meisten herkömmlichen Anti-Transpirante enthalten Aluminiumsalze (meist Aluminium Chlorohydrate). Diese Salze haben die Aufgabe, die Schweißporen kurzzeitig zu verengen, um die Schweißbildung zu reduzieren. Wenn diese Aluminiumsalze mit den im Schweiß enthaltenen Proteinen (Eiweißen) und Körperfetten (Lipiden) in Kontakt kommen, entsteht eine hartnäckige chemische Verbindung.

2. Die Rolle der Textilfasern

Diese chemische Verbindung lagert sich in den Fasern der Kleidung ab. Mit der Zeit bildet sich ein Komplex, der nicht wasserlöslich ist. Besonders Baumwolle nimmt diese Stoffe gut auf und speichert sie tief im Gewebe.

3. Der Effekt des Waschens (Das "Einbrennen")

Oft werden die Flecken erst nach dem Waschen so richtig sichtbar oder hart:

  • Niedrige Temperaturen: Moderne Waschmittel und Programme (30–40 °C) reichen oft nicht aus, um die Fett-Aluminium-Verbindungen zu lösen.
  • Waschmittelrückstände: Tenside aus dem Waschmittel können sich mit dem Aluminium-Schweiß-Gemisch verbinden und die Schicht sogar noch verstärken.
  • Trockner-Hitze: Wenn das Kleidungsstück mit noch nicht gelösten Rückständen in den Wäschetrockner gegeben wird, "backt" die Hitze die Flecken regelrecht in die Faser ein. Dadurch werden sie dauerhaft und oft unentfernbar.

Wie kann man die Flecken vermeiden?

  1. Deo trocknen lassen: Ziehen Sie das Tuch oder Shirt erst an, wenn das Deospray auf der Haut komplett getrocknet ist. So gelangt weniger Produkt direkt ins Gewebe.
  2. Aluminiumfreie Deos nutzen: Deodorants ohne Aluminiumsalze (oft als "0% Aluminium" gekennzeichnet) verursachen diese typischen gelben Flecken nicht, da der entscheidende Reaktionspartner fehlt.
  3. Weniger ist mehr: Oft wird zu viel Deospray verwendet. Eine dünne Schicht reicht meist aus.

Was hilft gegen bestehende Flecken?

Da die Flecken alkalisch sind, hilft Säure am besten, um sie zu lösen:

  • Zitronensäure: Das Kleidungsstück in einer Lösung aus Wasser und Zitronensäure (ca. 10–15 g pro Liter) für einige Stunden einweichen und dann normal waschen.
  • Essigessenz: Ein ähnlicher Effekt lässt sich mit einer Essigwasser-Mischung erzielen.
  • Spezielle Fleckenteufel: Es gibt im Handel spezielle Reiniger gegen "Rost- und Deoflecken", die genau auf diese chemische Verbindung ausgelegt sind.

Wichtig: Bei empfindlichen Stoffen wie Seide oder Wolle sollte man mit Säuren vorsichtig sein und das Mittel erst an einer unauffälligen Stelle testen.

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