Warum brennt die Nase unmittelbar nach dem Einsprühen von Allergie-Nasenspray?

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Das Brennen in der Nase nach der Anwendung von Allergie-Nasensprays ist eine recht häufige Nebenwirkung. Es gibt dafür mehrere medizinische und physikalische Gründe:

1. Die Wirkstoffe selbst

Die in Allergiesprays enthaltenen Wirkstoffe können die Schleimhaut direkt reizen:

  • Antihistaminika (z. B. Azelastin): Diese Sprays wirken sehr schnell, sind aber dafür bekannt, dass sie beim Kontakt mit der Schleimhaut ein brennendes Gefühl oder einen bitteren Geschmack im Rachen verursachen können.
  • Kortison (Glukokortikoide, z. B. Mometason oder Fluticason): Diese wirken entzündungshemmend. Da sie jedoch die Durchblutung der Schleimhaut leicht verändern und diese bei Langzeitanwendung leicht ausdünnen können, empfinden viele Nutzer ein Stechen oder Brennen direkt nach dem Sprühen.

2. Konservierungsstoffe

Viele Nasensprays enthalten Benzalkoniumchlorid. Dieser Stoff sorgt dafür, dass das Spray im Fläschchen keimfrei bleibt. Er ist jedoch dafür bekannt, die Nasenschleimhaut zu irritieren und kann bei empfindlichen Personen ein Brennen auslösen oder die Flimmerhärchen in ihrer Bewegung einschränken.

3. Der Zustand der Nasenschleimhaut

Wenn du Allergiker bist, ist deine Nasenschleimhaut meistens ohnehin schon gereizt, entzündet oder trocken. Wenn dann eine Flüssigkeit (das Spray) mit Druck auf diese "wunde" Stelle trifft, reagieren die Nervenenden sofort mit einem Schmerz- oder Brennsignal – ähnlich wie Desinfektionsmittel auf einer Schürfwunde.

4. Falsche Anwendungstechnik

Ein häufiger Fehler ist, das Spray direkt gegen die Nasenscheidewand (die mittlere Wand der Nase) zu sprühen. Die Schleimhaut dort ist besonders dünn und empfindlich. Wenn der Sprühstoß direkt dort landet, brennt es stark und kann auf Dauer sogar zu Nasenbluten führen.


Was kannst du dagegen tun?

  1. Richtige Technik ("Über Kreuz"): Sprühe nicht gerade hoch oder zur Mitte. Halte das Fläschchen mit der rechten Hand in das linke Nasenloch und ziele leicht in Richtung des linken Auges/Ohrs (also nach außen). Mit der linken Hand sprühst du ins rechte Nasenloch. So triffst du die Nasenmuscheln und sparst die empfindliche Scheidewand aus.
  2. Konservierungsmittelfreie Sprays: Frage in der Apotheke nach Präparaten ohne Benzalkoniumchlorid (oft als "Einzeldosen" oder in speziellen "COMOD-Systemen" erhältlich).
  3. Pflege zwischendurch: Nutze zusätzlich ein pflegendes Meerwasser-Spray mit Dexpanthenol oder ein Nasenöl, um die Schleimhaut feucht zu halten. Eine gut befeuchtete Schleimhaut brennt weniger.
  4. Vorher Nase reinigen: Putze dir vor dem Sprühen sanft die Nase oder nutze eine Nasendusche, um Pollen und Schleim zu entfernen. Dann kann das Medikament besser wirken und reizt weniger.

Wichtig: Wenn das Brennen extrem stark ist, lange anhält oder du häufig Nasenbluten bekommst, solltest du Rücksprache mit deinem Arzt halten. Eventuell ist ein Wechsel des Präparats (z. B. auf Allergietabletten statt Spray) sinnvoll.

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